Classic ways to fail in Work Life - Wenn da die “Impediments” nicht wären

Ein radikaler Hierarchie- Ab- oder Umbau ist die wahrscheinlich effektivste Form eines „Innovationsmanagements“ und nur ein Baustein von mehreren. Agile Methoden, Impulse und Erfahrungen gehören dazu. Und man kann durch mentale und soziologische Klimaverbesserung die Wahrscheinlichkeit von Innovationen erhöhen: Innovationen am besten in offenen Unternehmenskulturen (siehe das Beispiel mit den Setzlingen) etablieren, in denen Minderheiten, abweichende Meinungen und Querdenker geschätzt und gefördert werden und über genügend Raum verfügen, diesen auch für das Unternehmen (und sich selbst) zu nutzen.

Eine möglichst bunte Mischung von unterschiedlichen Wertvorstellungen, Erfahrungen, Traditionen und Ansichten ist der beste Nährboden für Ideen. Innovationen entstehen meist dort, wo sich unterschiedliche Sichtweisen treffen, Wertneutralität erhalten bleibt und wo vielfältige Möglichkeiten zu informeller und bereichsübergreifender Kommunikation gegeben sind. Auf jeden Fall werden sich im Run der Innovationen die Unternehmen stärker öffnen müssen, um Talente jenseits der Unternehmensgrenzen in die eigenen Innovationsprozesse zu holen und einzubeziehen. Es gibt immer kluge Leute da draußen, außerhalb der Organisation. Vermutlich bis ganz sicher: mehr als innerhalb.

Fazit: Der wirklich radikaler Wandel für Innovation

Fakt ist: Innovation beginnt im Kopf, nicht durch Tools. Diese alleine dafür verantwortlich zu machen zeigt den Defekt (Impediment) des Technizismus. Das Einscannen und digitalisieren einer Rechnung ist keine Digitalisierung (im weitläufigen Sprachgebrauch.) Denken steuert bei Innovationen auch die Sprache. Wenn sich die Kommunikation und Ihre Formen verändern, dann wird sich das Fundament einer Gesellschaft ändern und anpassen. Art und Weise sind dabei entscheidend, um neue Fähigkeiten zu verbinden und weiter zu entwickeln. Das wirkt sich dann auf jeden Aspekt unseres Denkens aus: Gedächtnis, Sprache, Wahrnehmung, Assoziation, Kreativität, Urteilskraft, Entscheidungsfindung, das Ableiten von (neuen) Prozessen und vieles mehr. Ich gehe einfach mal davon aus, das es das ist, was Unternehmen und Organistionen wollen, oder?

Ein gern unterschätzter Defekt, gerade in der Komunikation, ist der noch etwas unbekannte „Sapir-Whorf Effekt„, der gerade in interkulturellen Teams zu beobachten ist. Interkulturelle oder verteilete Teams haben mit Off-Shore oder Near-Shore durchaus wirtschaftlichen Vorteile. Der Effekt beschreibt, dass Denken die Sprache formt und Sprache mit anschliessender Vorstellungskraft das abgeleitete Handeln beeinflusst. Das Denken, also die Art zu Denken, wird von der umgebenden Kultur stark geprägt. Selbst wenn eine Transfersprache wie Englisch benutzt wird, können uns fremde Kulturen, da deren Sprache zum Teil mit anderen Werten aufgeladen ist, uns nicht verstehen. Typische Begrifflichkeiten, die für uns normal sind, haben in den uns fremden Kulturen andere Bedeutungen. Obwohl wir richtig sprechen und Denken (von unserer Warte aus gesehen), wird auf der anderen Seite etwas anderes assoziiert und verstanden. Eine effiziente oder effektive Kommunikation ist gestört und hat nichts mit Qualifikationen der Beteiligten zu tun. Über diesen Effekt bin ich schon selbst an die Grenzen der Möglichkeiten gekommen. Die gute Nachricht: Dieser Effekt ist handhabbar.

In kommenden Gesellschaften wird nicht nur Arbeit neu definiert. Viele Transformationen sind bereits auf dem Weg. Auch das Bild des Menschen wandelt sich. Menschen dürfen und sollten nicht mehr wie Maschinenteile (Defekt: Taylorismus, Objetivierung des Subjekts) arbeiten müssen. Das ist dann der Unterschied, was uns von Maschinen unterscheidet: Intuition, Kreativität und natürlich Emotionen, mit denen jeder Mitarbeiter, aber auch Führungskräfte klar kommen müssen.


Der wichtige Schritt: Kleine Schritte und anfangen

Ein großer Schritt in diese Richtung ist, diese Fähigkeiten schon in Schulen viel stärker zu fördern. Können Sie sich in Ihrer Ausbildung oder Studium daran erinnern, das oder was signifikant über den Umgang mit Menschen gelehrt wurde? Ich nicht. Wir können es uns zukünftig einfach nicht mehr erlauben, in anachronistischen Arbeitsstrukturen diese wertvollsten Potenziale massenhaft brachliegen zu lassen. Und: Durch Ignoranz sogar soweit konform zu schleifen, dass sie allen möglichen Zwecken nützten, aber nicht der Innovation in digitalen Transformationen.

Als Start: Die ‚PRO‘-8 Analyse

(Prof. Resistance Observation Analyse)

Angebot: Workshop Beschreibung:Ziele:
Worum geht es? :In der Agilität gibt es vordergründige (erst recht verdeckte) Defekte (Störungen), die eine agile Transformation gefährden. Die Technik in der Umsetzung ist die eine Seite. Nur der Mensch bedient diese Technik und auch dieser hat dazu seine Vorstellungen, die Widerstand bis hin zur Blockade bedeuten können. Das ist die andere Seite und Thema mit den Spannungsfeldern (Abhängigkeiten). Das  wird intensiv behandelt. (Lösen können Sie es nur selbst – mit diesem Wissen.)Sie werden Ihre Mitstreiter in einer Transformation besser verstehen. Motive und Werte werden erkannt. Führen Sie dann wertschätzende Dialoge, um ihre Transformation erfolgreich abzuschliessen.
Format, Inhalt :Workshop, 2 Tage, je ca. 6-8 Std. (bis zu 2 Std. Pausen),
max. 10 Teilnehmer, (grob) Workspace oder Lokation (+ Wasser)
 
Zielgruppe (n) :Führungskräfte, Teamleads, Scrum-Master, CxO, ’s, Unternehmer Fachspezialisten, Change Koordinatoren u.a. Interessierte 
Kosten, Buchung :Preis (Person) 2590 € (netto), Buchung auf AnfrageIhre Anfrage … hier!

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