Gibt es hier was zu feiern? Erfolg? Sieht so aus

Verhindern? Nicht agil!

Der vermutete „Aufschrei“ in der Gemeinde: „Schäden verhindern?“ Das ist nicht agil und behindert lernen! JA, richtig, die Passage mit dem lernen und dass man aus Schaden klug (und weitsichtig(er)) wird. Ich ‚klebe‘ da eine weitere These daran, um das zu stützen: „Wie klug ist es, aus „Schäden“ anderer zu lernen?“ Zumindest sich mit den Auswirkungen, die außerhalb sichtbar sind, auseinander zu setzten (um diese Erfahrungen gegebenenfalls in die die eigenen Prozesse einfließen zu lassen? Hier liegt valider Content (in Form von Wissen) vor – macht es Sinn, diesen zu ignorieren? Ignoranz ist ja bekanntlich die höchste Form der Lernverweigerung. Deutlich abgrenzen werde ich hier das unreflektierte Übernehmen von behaupteten ‚best practice‘ – dazu schreibe ich später noch mehr. „Wenn Wissen zu Problemen führt, hilft Ignoranz sicher nicht bei deren Lösung.“ (Wusste schon Isaac Asimov). Und Wissen ist Content. Einmal erlernten Content können Sie nur schwer wieder ausradieren oder löschen. Nur nicht mehr gebrauchen. Das ist ein willentlicher Vorgang.

Wer war schuld? Der Content …

Ist Content = Kommunikation?

Grob gesehen: JA. Aber: Meiner Einschätzung nach sehr grob gesehen, also sehen wir mal genauer hin: Das mittlerweile deutsch- englische Wort Content bezeichnet Informationsinhalte. In der IT (Systemen, also recht grob) oder in den Medien. (Das ist noch gröber.) Mehr aber auch nicht. Weder welche Medien, Orte, Zeitpunkte, die (Aus-)wirkung, oder ob gut, geil, treffend, passend oder nicht oder und oder. Die Attribute und Beziehungen fehlen. Somit ist Content nur eine Hülse für eine Information, die beliebig komplex sein sein kann. Und: Diese steht erstmal so gesehen ganz schön – allein.

Google (Facebook, Microsoft, u.a.m.), gibt Milliarden aus, um in seinen Sytemen die Beziehungen dieser Daten untereinander und den Zusammenhang dieser zu- einander (Aha: Kontext) maschinell herzustellen. Tausende Entwickler, Denker, Ingenieure arbeiten in Mountain View und in den lokalen Niederlassungen, um ein „eindeutiges Bild der Welt maschinell lesbar und verfügbar“ zu machen. Dieser Wunsch ist eindeutig (und hat sich heute im eigentlichen Geschäftszweck von Google, Facebook und Co. eingenistet). Schöne Welt, die vielen nützt und somit Sinn macht (Datenschutz und gläserner Nutzer lasse ich hier jetzt aussen vor). Das ist ein logistischer, finanzieller und evolutorischer Kraftakt, den bisher nur das menschliche Hirn leisten kann. Noch. Watson (IBM) und seine Kollegen holen dramatisch auf …

und fein betrachtet, weil …

„Nein.“ – Und: Sehe ich grob hin, muss ich auch genauer hinsehen. Tiefer rein in die Kommunikationsanalyse. Mir selbst ist aufgefallen: Die Regeln zu Content und Kommunikation gelten als gefixt, (un-) umstösslich und nach wie vor. Nachteil: Es sind alte Regeln. Viele sind gut, die anderen haben in der heutigen Welt der sich ändernden Kommunikation ein Verfallsdatum. Einige sind abgelaufen. Nicht, um diese generell in Frage zu stellen, sondern ob diese in der heutigen Zeit und so, wie diese behauptet richtig angewendet werden, noch gültig sind. Ganz konkret: Was nützt mir „Gekuschel bei schönem Wetter“, wenn konkret geforderte Dinge nicht passieren und der Sturm mit Gewitter schon sichtbar ist? Gar Nichts.

Sehen Sie nochmal genauer hin: Der Knigge: Gut für die Kommunikation, das Verhalten, also den Umgang miteinander regelt. Die Linguistik in Ihren Formen (da gehe ich jetzt hier nicht näher ein), die DIN ISO, die Formalien regeln oder Web Sites, die voll mit behaupteten DO`s und Don`ts sind. Was ist wahr? Was ist richtig? Alles – irgendwie. Sie kennen es: „Der erste Eindruck entscheidet.“ Jetzt setzt das eigene und ständige Denken aus. Ich entgegne: „Der letzte Eindruck bleibt.“ Und Nachhaltigkeit gewinnt.

die Mischung macht`s

Wenn alle Fragen gestellt sind: Mischen Sie hier!

  • Die Sachebene, also die Information als solches, ohne irgendwelche Attribute (wie chemisch gereinigt)
  • Die Beziehungsebene also einfach: In welcher Beziehung diese ZU Absender und Empfänger steht.
  • Die semantische Ebene Die Bedeutung umfasst die Deutung der Ebenen und ist subjektiv.

Und, mal einfach gesprochen, drum herum oder wie als Klammer, fasst der Kontext als übergeordnetes „Ding“ oder Black-Box alles zusammen. Ganz schön, aber kompliziert, deshalb möchte ich ganz schnell aus dieser BOX wieder heraus. Denn es geht einfacher.

Content und Kommunikation, die damit eingewoben und verbunden ist – Wozu? Und warum macht die laufende Kommunikationsanalyse Sinn? In der …

  • agile (Projekt-) Kommunikation
  • Marketingkommunikation
  • Geschäftskommunikation
  • sowohl intern als auch extern
    (horizontal als auch vertikal)

läuft nichts ohne davon. Es soll aber ohne Störungen und Verluste laufen. Es gibt bestimmt noch mehr Bereiche, wo das unbestreitbar gebraucht wird. Die logische Konsequenz ist in meiner Betrachtung: Kommunikation ist die Summe aus EmotionenInformationen und Relationen, eingeklammert in den Kontext, IN dem die Kommunikation stattfindet. Nicht kompliziert, ganz einfach und meiner Meinung nach wissenswert. Sie und ich können jetzt mit diesem Wissen sehr stressfrei kommunizieren. Oder hatten Sie nichts besseres vor, als sich über fehlerhafte Kommunikation richtig zu ärgern? Ich schon.

damit kann es gehen

  • Nicht ich: SIE:
    Kommen Sie raus aus aus der Ich-Falle! Bei jedem „Ich will…“, das der Redner verwendet, können die Zuhörer denken: „Na und? Ist mir doch egal!“ Also: Statt „Ich“ zu sagen, das Publikum ansprechen! Das gilt nicht, wenn es um eine persönliche Meinung geht. Nicht: „Ich möchte Ihnen nun auf der nächsten Folie zeigen…“ Sondern: „Sie sehen auf der nächsten Folie …“
  • Sei präzise:
    Sprache erzeugt Bilder im Kopf. Je genauer Dinge benannt werden, desto schärfer sieht der Empfänger diese vor sich. Nicht: „Viele Taxis, die in Mexico City herumfahren, sind Käfer.“ Sondern: „Viele alte VW-Käfer-Taxis fahren durch die Straßen von Mexico City. Sie sind grasgrün und haben ein weißes Dach.“ Nutzen Sie Attribute, die ein Ding (genau) beschreiben.
  • Nicht werten:
    Werten Sie nicht! Gar nicht. Weder auf noch ab – das machen andere schon (zu schnell, oberflächlich und falsch). Manche Floskeln sind schnell dahingesagt, aber umso gefährlicher. Wer nicht aufpasst, vermittelt seinem Publikum, dass es in Gedanken ruhig abschweifen darf. Nicht: „Das folgende Modell ist für die meisten wahrscheinlich nichts Neues, dennoch…“ Sondern: „Ich habe für Sie hier das Modell von Luhmann zur Unterstützung mitgebracht. Sehen Sie, hier zeigt …“
  • Nutze Verben:
    Ein nominaler Stil wirke besonders wissenschaftlich, glauben viele Studenten. Und immer noch viele Entscheider in der Wirtschaft. Referate, Präsentationen klingen komplizierter als nötig. Die Komatisierung des Publikums oder Empfängers tritt garantiert schneller ein. Nicht: „Dieser Vortrag hegt keine Ambitionen auf eine Erörterung des Modernebegriffs im Allgemeinen. Es geht lediglich um die Darstellung von Schnitzlers Position innerhalb der Wiener Moderne.“ Sondern: „Ihre Frage wird sein: Welche Rolle spielte Schnitzler für die Wiener Moderne? Darum geht es heute und ich habe mir dafür extra einigen wichtige Notizen gemacht.“
  • Keine Weichspüler:
    In jedem Vortrag gilt: Je konkreter, desto besser. Konjunktiv, Passiv, unpersönliche Konstruktionen und Füllwörter deshalb vermeiden. Nicht: „Es wird relativ oft die Meinung vertreten, man sollte sich mehr für alleinerziehende Mütter und Väter einsetzen.“ Sondern: „Die Familienministerin … meint: Der Staat muss sich mehr für alleinerziehende Mütter und Väter einsetzen.“ Achten Sie mal auf all die ‚hätte, wennte, könnte, sollte, und würde‘, die Ihnen in nur einer Std. am Tag begegnen. Vermutlich bekommen Sie eine A4 Seite voll. Alles weichgespült. Mehr dazu in diesem Artikel.)
  • Malen Sie Bilder:
    Gut gewählt und nicht übertrieben, können Metaphern hilfreich sein. Bildhafte Sprache macht theoretische Zusammenhänge leichter verständlich. Nicht: „Die Professoren müssen endlich ihre positive selektive Wahrnehmung beenden.“ Das ist sachlich einwandfrei – ein Bild entsteht so aber nicht. Sondern: „Die Professoren müssen endlich die rosarote Brille absetzen.“ Das Hirn denkt nicht abstrakt. Oder in Plain-Text. Es denkt NUR in Bildern.
  • noch Fragen?
    Wenn der Redner zwischendurch Fragen formuliert, fühlen sich die Zuhörer stärker einbezogen, auch wenn von ihnen keine Antworten erwartet werden. Zu oft sollte er dieses Mittel jedoch nicht anwenden, sonst ist die Wirkung nicht mehr so stark. Nicht: „Auf der nächsten Folie sehen Sie ein Modell des Teilchenbeschleunigers.“ Ein: „Doch wie funktioniert so ein Teilchenbeschleuniger überhaupt?“ ist schon besser, ein „Wer hier im Raum kennt einen Teilchenbeschleuniger schon etwas näher? … Gut, Dann kann ich für Sie die Theorie ganz unten etwas kürzen …“ Hier wurde das Publikume aktiv eingebunden. Hilft effektiv gegen Komatisierung.

im GANZ(en) gelassen

Ich bin da mal ganz gelassen. All die Dinge, die ich angerissen habe. sollen nur oberflächlich zeigen, wieviel Bumms in der Frage: „Können Sie fehlerfrei sprechen?“ steckt. Das trifft es. Natürlich können Sie das – wie jeder andere auch. Und ganz pragmatisch, logisch und, gerade wenn es zu Irritationen kommt, liegt die Kunst des Einfachen irgendwo dazwischen, in der Mitte und macht das Leben und die Kommunikation unkontrolliert dynamisch. Eine Kommunikationsanalyse, mit Ergänzung zu Content VON und IN Ihren PROjekten und PROzessen, wenn …

  • Projekte (Ergebnisse) bedroht sind
  • unklare Ziele verwabern wie Nebel
  • und Menschen, zack, (ab-)wandern

zeigt es nicht nur auf, Was Wie Warum Womit und Weshalb passiert, sondern wird mit aktiven Massnahmen und dem gewusst WIE stabilisiert. Bitte nicht glauben: Von jetzt auf heute Mittag. Auch nicht bis zum Feierabend. Das dauert wirklich länger.


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