Entscheidung und Irrtümer sind immer (- dabei) … richtige Neugier verbessert Entscheidungen Entscheidungen (verfehlt) treffen?

Entscheidung und Irrtümer sind immer (- dabei)

richtige Neugier verbessert Entscheidungen

Entscheidungen (verfehlt) treffen?

Eine Entscheidung treffen ist das permanente Abwägen zwischen dem Guten und dem Besseren. Und, es ist immer ein JA für etwas und (vermutet oder anerzogen, leider) ein NEIN für etwas anderes. So wie in dem Bild. (Wohin denn jetzt – Links, rechts oder geradeaus?) Was steckt drin, in dem Wort Entscheiden? Scheiden, also trennen und weiter gedacht, von einander trennen. Die Silbe ‚ent‘ kommt aus dem altdeutschen oder gothischem und bedeutet: „von etwas weg, entgegen“. So weit getrennt.

Wieder zusammengesetzt heisst es also dann im übertragenen Sinn: abtrennen. Und gegen diese Denkmechanik wehre ich mich! (gleich mehr …) Schon Goethe wusste (ob mögen oder nicht): „In der Welt ist es sehr selten mit dem Entweder-Oder getan„. (Goethe (1749-1832), dt. Dichter, Naturwissenschaftler und Staatsmann) – und damit hat er fast alles gesagt.

Demokrit (griechisch Δημόκριτος Dēmókritos, auch Demokrit von Abdera; * 460/459 v. Chr. in Abdera in Thrakien; Tod vermutlich † 371 v. Chr.) legte ein ähnliches Fundament vor: „Zögern lässt nie etwas zustande kommen.“ Man beachte, dieser Satz ist knapp 2500 Jahre alt, also die Wucht als Gewicht dieses Satzes – auf dem Goethe aufzubauen wusste. Und dann nochmal Goethe: „Entscheide lieber ungefähr richtig, als genau falsch.“ setzt fast allem die Krone und einen übergeordneten Sinn auf, der interpretativ einen (Un-) Sinn beleuchtet, der oft, auch im agilen Umfeld, zu sehen ist. Ich wehre mich dagegen, Entscheidungen genau so, also mit der Mechanik der Exclusion, zu treffen. Zumindest die oberflächlichen, weil Entscheidung und Irrtümer dicht beieinander liegen. In dem Moment, wo ich das eine aus einer Entscheidung will, muss ich das andere, also die Kehrseite DIESER Entscheidung, mögen. Ganz gleich, ob ich mich für das gewollte oder dagegen entschieden habe. Merken Sie es? Das AB-geschiedene ist bereits weg und die eine Entscheidung hat wieder 2 Seiten.

Und, OHNE das, wogegen ich mich entscheiden habe, genauer zu kennen. Später, in einem anderen Artikel, gehe ich auf die Entscheidungsfindung und was diese anstellt noch genauer ein. Diesen Umstand, also das Ablehnen einer anderen Seite, gegen die ich mich entscheiden soll, nenne ich „Informationen bewusst vorenthalten – wenn nicht sogar verbergen.“ Und dagegen wehre ich mich. In „Informationen verbergen“ ist auch das bewusste ignorieren der anderen Informationen enthalten. Ich bin Optionalist – ich will also alle Informationen haben. Und wie ist es da mit Ihnen? (also die Stelle mit „Infos vorenthalten“?)
Oder schon entschieden abgesprungen?

Hier kommt eine andere Mechanik in das Spiel der Kommunikation: Die richtigen Fragen dazu stellen. Und, sofern es möglich ist, eigene Befindlichkeiten oder (Fehl-) Annahmen so weit wie möglich zu begrenzen. Das klingt nicht nur schwer, ist es auch. Die Spontanität von Fragen basiert auf reflexartigen Mustern, die in unserem Verhalten verankert sind. Weiter unten dazu mehr.


Wer Entscheidet

Machen Sie mal vor einer Entscheidung ein gedankliches Experiment und nutzen diesen doppelten Smily. Sehen Sie von links, dann von rechts – und treffen dann ihre Entscheidung. … Oder versuchen es. Achten Sie mal dabei auf Ihre Stimmung.


Der Unsinn dessen …

Gut. Sie haben gerade eine Entscheidung getroffen. Sie sind noch da. Paradox an diesem Modell ist, dass fast unser gesamtes Leben, beruflich und privat auf dieser polarisierenden Dualität aufgebaut ist – und die letzten paar tausend Jahre (in die Geschichte gesehen: mehr schlecht als recht) funktioniert hat. Denker mussten für neue Ideen in den Kerker gehen, Wissende wurden vergiftet oder von angeblich übergeordneten Kräften und Institutionen (welche fallen Ihnen da ein? z. B. die Kirchen?) zu dem aktuellen Weltbild angepassten Denken „geläutert“ (umerzogen, gezwungen).


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