Ein Bogen: Vom Frühwarnsystem zum Wahrnehmungsfilter und wie diese wirken, hell hören

… über Wahrnehmungsfilter

oder die Technik ‚hell‘ zu hören

Hier spanne ich aus dem Koffer der Kommunikation mit hell hören mal einen etwas größeren Bogen, um Zusammenhänge, die auch in der Agilität ihre Wirkung haben, darzustellen. Es gibt nach meinen Beobachtungen und Recherchen Wahrnehmungsfilter, die sich schnell (weil sie so einfach und unbewusst funktionieren) festsetzen und Entscheidungen beeinflussen. Andererseits durfte ich eine Technik lernen (und verfeinern), wie die Wahrnehmungsfilter bewusst gemacht werden können, um diese im Idealfall umgehen zu können. In nenne es hell hören (im Gegensatz zu hell sehen.)

Behauptet, gefragt und bewiesen

Um in das Thema, was weitreichende Auswirkungen haben kann, einzutauchen, hier erstmal ein Drei-Satz, der kommunikativ und im Kopf immer wirkt.

Wenn Sie immer das Gleiche

  • tun, werden Sie stets das gleiche Ergebnis erhalten.
  • denken, wird keine neue Erkenntnis entstehen.
  • glauben, kann das Un- Glaubliche Sie nicht treffen.

Alles platt – dadurch wird es weder besser noch schlechter oder gar falsch. Mit meinen erlernten Skills als Resource-Manager war es Aufgabe, mittels Frühwarnsystemen kurzfristige, wirtschaftliche Erfolge zu erzielen. Diese Eigenschaft habe ich in der Funktion als Change Agent gebraucht und verfeinert. Es ist eine rhetorische Mechanik, die ich hier dargestellt habe. Der nächste Drei-Satz:

Die richtigen Fragen richtig zu stellen.
Die richtigen Fragen richtig zu stellen.
Die richtigen Fragen richtig zu stellen.

Platt (itüde?) Hokuspokus? …

Nein. Nicht schön, ist aber so: In der heutigen Welt, in der immer mehr und immer schneller (schön behauptet, aber leider daneben: effektiver, effizenter) kommuniziert wird, ist es fast verlernt, mit Tonationen zu arbeiten. Und auch mal etwas langsam oder 2x zu lesen (oder zu sprechen). Zum Nachdenken und bewusst reflektieren bleibt keine Zeit oder diese wird einfach nicht gewährt. Und genau hier wird „Hokuspokus“ ausgeschaltet und das Wort von Inhalt und Kontext getrennt. Wer verliert?

Lesen Sie bitte jetzt nochmal den Absatz in grau – erst langsam, dann mit Betonung (fett). Wenn diese Sätze dann im Hirn (normalerweise) ankommen, passiert etwas: Das Hirn bekommt durch diese bewusste Entschleunigung plötzlich Futter, sich mit was Neuem zu beschäftigen. Durch das Drosseln der Geschwindigkeit geben Sie Ihren Assoziationen Raum. So ist es evolutorisch programmiert. Und wo Raum ist, ist Platz für was Neues.

Und das ist dann nochmal erwischt. Hier im Sinn der Sache – es regt sich was und es fangen gedankliche Prozesse an, gegen die Sie sich kaum wehren können – Gut so. In der Rhetorik gibt es dazu eine entfernte Analogie: Die sog. „Hebammen-Technik„. Neue Antworten werden quasi geboren.

Neue Fragen für das Hirn

In der Analogie der richtigen Fragen hier ein weiteres Beispiel, welches auf eigenes Lernen, Agilität, Mindset und Entwicklung abzielt: Was passiert, …

  • wenn ich mich verändere?
  • wenn ich mich nicht verändere?
  • nicht, wenn ich mich verändere?
  • nicht, wenn ich mich nicht verändere?

Ich will hier (k)ein Faß (in Ihrem Kopf) aufmachen. Aber ganz ehrlich: Die 4 Fragen ergeben, mit der Entschleunigung und der Tonation, (irgendwie) 4 unterschiedliche Antworten. An dieser Kante sollte es jetzt interessant für Sie werden. Nehmen Sie einfach die 4 Antworten und denken Sie jede Antwort einzeln für sich, also losgelöst von den anderen weiter. Achten Sie bitte darauf, dass sich Ihre Wahrnehmung auf nur eine Frage fokussiert und nicht durch Störungen und andere Gedankenblitze verzerrt wird. Ich bin sicher, jetzt haben Sie es (worauf ich hinaus wollte).

Wie immer: 2 Seiten oder Optionalismus

Es soll nicht platt sein, es ist so (einfach): Es gilt die einfache Regel: Das Mehr an Zeit (-einsatz) (vorne) bedingt mehr Optionen, bessere Antworten und mehr Sicherheit (nach hinten).

Antworten als Frühwarnsystem

Was passiert, wenn Sie diese einfache Mechanik, die am Anfang noch sperrig (und ja, auch Ihre bisherigen Gedanken wehren sich dagegen) ist, auch auf Prozesse oder Ihr Geschäft anwenden? Das ist weitaus mehr als nur ein Planspielchen nach dem schnellen Muster „was wäre, wenn …“. Im www-Muster können Sie schnell abdriften. In diesem hier vorgestellten Thema bleiben Sie gedanklich in diesem einem Thema und loten darin die möglichen Optionen aus. Auch ich habe über meinen Tellerrand gesehen: Die Frage, wie ich überhaupt beginne, bleibt offen. Und:

Warnungen, die hochpoppen

Ja, es können unterschwellig Warnungen hochpoppen, weil Sie neue Fragen, die vorher noch gar nicht auf dem Radar waren, gestellt haben. Somit erhalten Sie auch neue Antworten , also eine Ableitungen auf eine vorangegangene Antwort, die Ihnen etwas aufzeigt, was Ihnen nicht unbedingt gefällt. Der Umstand ist enttarnt, der Wahrnehmungsfilter angehoben – sie sehen und wissen jetzt mehr. Das ist sehr gut. Sie haben jetzt einen recht breiten Fächer von Optionen durchdacht. Und:

Auch eine nicht mögliche Option ist eine Option, nur eben aus welchen Gründen auch immer in Ihrer Situation derzeit nicht möglich. Sie ist aber existent. Je mehr Optionen Sie kennen, desto einfacher können Sie damit umgehen.

Hellhörig werden …

Jetzt kennen Sie ein Technik, wie Sie Dinge und (verdammt – ) JA, das ist eine selbst zu erbringende Leistung, genauer erkennen können – Aber Halt: Da gibt es noch die Wahrnehmungsfilter (in unserem Kopf), die von unserer Umwelt als auch von Ihnen selbst laufend produziert werden, ohne dass Sie es – es sein denn, Sie achten gezielt darauf – merken.


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