Krawatten-Fehlgriffe-nein-Variationen differentes Denken agil besser kommuniziert

zum Verwecheln ähnlich – nur nicht identisch

Mit ‚Different Thinking‘ (DTC®) weiter kommen

Eine gewagte (und mittlerweile akzeptierte) These: Differentes Denken – agiler kommuniziert ist ein Wettbewerbsvorteil.

Jede Störung hat eine übergeordnete Ebene, die von dort aus analysiert für diese Störung bessere, effektivere ODER ganz neue Lösungen ergibt.

Quelle: … (u.a. selbst); 1st Principle Reasoning

Was meinen Sie (und steigen mit mir ein in das ‚Duale Thinking‘ (oder ‚Different Thinking‘), kurz DT)? Vorher versuche ich eine Präzisierung als weiteren These: …

Alles hat mehrere Sichtweisen. Die 2 entscheidenden sind der Blick in das System (von aussen nach innen) und der Blick aus dem System (von innen nach außen). An ’n‘ differenten Punkten erhalten Sie somit n(2) Antworten. 

Quelle: … u.a. selbst)
Eine Aufgabe – mehrere Steps – zwei oder mehr Blickwinkel helfen weiter …

und es sind somit einige Begrifflichkeiten zu klären …

Was ist systemisch?

Ein systemischer Ansatz, eigentlich jeder, basiert auf dem Gedanken, sich nicht auf den Träger des oder der Probleme zu fokussieren (um diesem zu helfen), sondern es wird ein ganzes System, indem dieser ein Teil davon ist, in den Blick genommen (parallele Observation). Der Einzelne wird nicht nur selbst als Ursache und Wirkung gesehen, sondern auch, wie er als Element eines Systems auf dieses selbst (ein-) wirkt bzw. das System auf ihn einwirkt. (Mich interessiert die Interaktion.) Die systemische Beratung eines Individuums oder einer ‚Konstruktion‘ beeinhaltet somit auch die Auswirkungen des Symptomträgers und berücksichtigt, dass seine Probleme, die sich AN ihm zeigen, nicht (immer) seine ureigenen sind und somit auch nicht isoliert betrachtet werden können. Aus der systemischen Sicht konkretisiert sich am Problemträger eine neue Aufgabe oder Störung, die ihre Ursache (und somit im 2. Blick auch Wirkung) im Gesamtsystem einen suboptimalen Ablauf hat. Hierbei ist auch zu bewerten, inwieweit ’suboptimal‘ sich auf welchen Kontext bezieht und welche Berechtigung den oder die Urteilenden zu diesem Urteil ’suboptimal‘ authorisieren.

Soweit die Theorie, die besser in einen Satz passt: Erst, wenn man die Störung oder das Problem von einer übergeordneten Sicht aus betrachtet, zeigen sich Zusammenhänge oder Abhängigkeiten (und somit ganz neue Lösungen), die aus der reinen Innenansicht unsichtbar bleiben und sich auch nicht ergeben hätten. Mehr dazu später, z.B. bei Design Thinking, einer weiteren und effektiven, agilen Methode.

systemisch, systematisch

Auch wenn es ähnlich klingt: Systemisch ist nicht systematisch. Nicht nur das ‚at‚, sondern auch der Inhalt und Bedeutung sind unterschiedlich. Der Duden (anders z.B. die Wikipedia) kennt nur das Wort systematisch. Der systemische Ansatz hat schon sich schon länger in den Wissenschaften ausgebeitet, z.B. in der Ökologie, Soziologie, Psychologie und seit kurzen in der Arbeitsmethodik. Nur letzteres wird hier in einen Zsammenhang mit DT (Design Thinking) gestellt. Erster Unterschied: „Systematisch“ ist, wenn einem System gefolgt wird, nach einer systematischen Abfolge vorgehen, wenn planmäßig, strukturiert und konsequent vorgegangen wird. Beispiele: Sie haben Ihren Autoschlüssel systematisch in der der Wohnung gesucht; sie werden systematisch bei der Lösung der Aufgabe vorgehen. Das Wort systematisch wird auch benutzt, wenn etwas ein System betrifft oder einem bestimmten System ent­spricht. Beispiele: Ein systematischer Katalog oder Pflanzengattungen, die einander systematisch nahe stehen.

Anders ist eine „systemischen“ Betrachtungs­weise. Diese tritt ein, wenn wir die Dinge als System, als ganzes und losgelöst vom Einzelnen betrachten. Wir sehen einzelne Teile im Zusammenhang mit dem größeren Ganzen zusammen, dem sie angehören. So gesehen kann ein Auto gleichzeitig systemisch und systematisch angesehen werden. Ebenso der menschliche Körper in Gänze oder unsere Volkswirtschaft. Die Ursachen für Störungen oder Probleme liegen oft erst bei den Teilen, später sind diese jeweilig im Zustand des Systems sehen. Dabei können (Wechsel-)Wirkungen sichtbar werden (also bedingende Abhängigkeiten), die die eigentlichen Herausforderungen erstmalig konkret benennen und aufzeigen.

Die nächsthöhere oder komplexere Stufe ist „systemdynamisch“, die dann zu beobachten ist, wenn Klärungen oder Veränderungen geplant sind, die dynamisch auf andere beteiligte (Personen oder Sub-Systeme) einwirken und diese auch verändern. Je weiter man sich vom Ursprung entfernt, desto unklarer werden die möglichen Auswirkungen in der Peripherie. Genau das ist das spannende, hier brauchbare Vorhersagen zu treffen. Das Erkennen systemischer und systemdynami­scher Zusammen­hänge ist überall dort von großem Nut­zen, wo Menschen mit Mitmenschen umgehen: bei leh­renden und leitenden, helfenden und heilenden, pflegen­den, beratenden und organisierenden Tätigkeiten. Und erst recht bei der Arbeit.

systemisch oder analytisch

Beim systemischen Vorgehen werden die Beziehungen zwi­schen den Mitgliedern eines wirtschaftlichen oder sozialen Sy­stems (wie Gruppe, (Arbeits-) Team oder Familie) ge­klärt, Konflikte bereinigt und Irritationen aufgelöst. Da hier das System mit seinen Wechselwirkungen betrachtet wird, bleibt der Einzelne in seinem individuellen Qualifikationsprozess unberücksichtigt. Deshalb gibt es eine weitere Unterscheidung:

Im analytischen Vorgehen wird das Verhalten des Einzel­nen genau betrachtet und analysiert. Defizite werden entdeckt (Irrtum, Anma­ßung, Größenwahn, falsch gespielte Rolle), ebenso seine Stärken (Talente, Kompe­ten­zen, Entwicklungs­chancen). In offenen und wertschätzenden Reflektionen bekommt der Einzelne die Gelegen­heit, zu lernen und zu erkennen, entweder an seiner Selbstdar­stellung zu arbeiten oder über ein Rollenspiel ein neues Verhalten einzuüben. Letzteres halte ich für kommunikativ für kritisch, da es beweist, dass der Betreffende seine Rolle wie gewünscht gut spielt – mehr nicht. Weiterhin, aus meiner Sicht kritisch ist, dass hier an einem Verhalten ‚rumgedockert‘ wird und weniger auf die Ursachen gesehen wird, die das auslösen. Eine wirkliche Einsicht ist daraus erstmal nicht abzuleiten. Systemi­schen Kräfte, die ihn in eine Rolle oder ein Verhalten bringen, werden hier nicht betrachtet, berücksichtigt und somit außer Acht gelassen.

Fazit für später – für differentes Denken

Der gute, systemische Ansatz ist, die Wechselwirkungen herauszuarbeiten. Hier wird kein Sub-System (allein) analysiert, ohne die Wechsel­wirkungen zu betrachten, welche es mit anderen Sub-Systemen oder dem gesamten System hat. Ein guter Ansatz ist immer ein Mix aus den hier genannten Aktionen: Er ist systemisch und analytisch zugleich und mündet in die Systemdynamik. Es geht gleichzei­tig um die Qualifikation des Einzelnen im System und um die Qualifikation des Sy­stems als solches, das Einzelne Akteure in Beziehung setzt.

Systemisches Denken …

Systemisches Denken (Systemdenken) bedeutet aus das Loslösen unseres stereotypischen Denkens von (be-) wertenden Begrifflichkeiten wie

  • richtig und falsch
  • gut und böse
  • unschuldig und schuldig
  • Looser und Performer (u.ä.)

Das systemische Denken führt über kurz oder lang dazu, dass man erst weniger, dann mehr von der wechsel­seitigen Verbundenheit des Lebens (und das schliesst implizid auch das Arbeitsleben ein) erkennt, aktiv wahrnimmt (PROvokante Frage: Wenn Sie arbeiten – leben Sie dann nicht?) und größere Zusammenhänge statt einzelner Teile sieht.


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