Der Konjuktiv ist dem Produktiv … Dieser als Nebelkerze manipuliert regulativ

… die Sprache – sabotieren?

Natürlich ist das bewusste verwenden von Weichmachern – irgendwie – eine Sabotage. Tiefer gehe ich jetzt darauf nicht ein. Versuchen Sie, diese 8 Punkte zu erkennen und zu begrenzen.

  • das Verniedlichen und klein reden (gar nicht mal so schlecht, unclever, nicht so ganz glücklich)
  • das Abschwächen einer Aussage (relativ, im Prinzip, im Bereich, vielleicht, eigentlich)
  • die „bösen“ Konjunktive (möchte, könnte, wollte, sollte, müßte, hätte)
  • die vorrauseilenden Weichspüler (Normalerweise, Im Prinzip, Generell)
  • das Verallgemeinern und / oder Generalisieren (nie, keiner, alle, immer, jeder, irgend einer) = Stereotypen
  • die eingebaute Verneinungen (nein, nicht)
  • das Entschuldigen / sich selbst Herabsetzen (Ich bin ja nur…, Ich bin ja kein Fachmann / keine Fachfrau)
  • das um Erlaubnis bitten (dürfte ich diesen Satz zu ende bringen)

Die Kongurenz, in sich selbst ehrlich zu sein

Persönliche Kongruenz ist eines der wichtigsten Konzepte in der Kommunikation. Lehren wie NLP achten da besonders drauf. Es meint die Übereinstimmung von Worten, Tonfall, Körpersprache und auch Handeln. Bei jemanden, der mit weinerlicher Stimme sagt: „Mir geht es glänzend … “ ist weder frisch poliert (nach aussen) noch kongruent (nach innen). Seine Worte passen nicht zu diesem Tonfall. Die menschlichen Sinne nehmen erst(!) sein Bild, dann den Tonfall (die Tonation) und dann erst den Inhalt seiner Worte wahr und glauben, was evolutorisch verankert ist. Es ist bewiesen: Hätte der Homo Sapiens schon zu seiner Zeit erst den Content im Kontext analysiert, hätte er nicht seine Zeit überlebt – es gäbe uns Menschen nicht, weil wir ‚ruckzuck‘ ausgestorben wären. (Puhh: 3x hätte und (fast nur) in diesem Beispiel für das Beispiel gut zu gebrauchen).

In einer Studie hat ein Forscher herausgefunden (Stand 2015), dass wir unsere Informationen zu etwa 7% über den Inhalt vermitteln. Die restlichen 93% gliedern sich in 55% Körpersprache und 38% Stimme und Tonfall. Wenn die Körpersprache nicht zum Inhalt passt, dann werden die meisten Menschen stutzig und sie glauben dann eher der Körpersprache. Wir haben wahrscheinlich alle einmal die Erfahrung gemacht, dass uns jemand willentlich belogen hat. Ihre Körpersprache zu verstellen fällt den meisten Menschen wesentlich schwerer.

Forderungen stellen, klare Ansagen machen!

Viele Menschen, vor allem junge Führungskräfte, haben im Job (und meistens auch privat) Angst, Forderungen zu stellen und klar ihren Standpunkt zu vertreten. Die Angst, nicht gemocht zu werden oder als nicht umgänglich zu gelten, ist groß. Schnell ’schnappt‘ ein voreiliges Stereotyp zu. Das kann diverse Ursachen haben. wie z.B. in einem Meeting wurden ihre Argumente nicht ernst genommen, einfach überhört oder mit Standartphrasen („dafür haben wir kein Budget“) abgeschmettert.

Also, liebe Kollegen: da ist nicht der Frischling dran schuld, sondern wir alten Hasen. Etwas Vorsicht im Umgang mit neuen oder jungen Kollegen macht durchaus Sinn, denn das ist ein aktiver Beitrag, quasi als Lernhilfe. Verabschieden Sie sich von der Vorstellung „Everybodys Darling“ sein zu wollen! Ob Sie Jemand sympathisch findet, mag oder Sie ernst nimmt, hängt nicht (nur) mit einem vorsichtigen, netten Auftreten zusammen, sondern wie kompetent, verlässlich und konsequent Sie wirken. Wie bei den Konjunktiven, wo es sehr oft einen unschönen Gegenpart gibt: „Everybodys Darling“ ist „Everybodys Depp“.

Vergessen Sie nichtDie Ablehnung einer Forderung ist nicht die Ablehnung Ihrer Person, sondern nur die Ablehnung der Forderung an sich. Es geht um die Sache, nicht um die Person und nenne Sie Ihr „Kind“ (Argument, Redebeitrag) beim Namen. Es gilt: „Nur dass ich Peterle Peterchen nenne, wird Peter nicht hübscher.“ Nutzen Sie besser regulativ und im Sinne produktiv den Konjunktiv. Sie, Ihre Gesprächspartner oder die Zuhörer werden es Ihnen und Sie es sich (für später) danken.

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