Kommunikation muss nicht Münze werfen sein

Irgendwo fing es an

… in diesem Fall: Logik und vorne, bei der Sprache

Die Basis ist: Ihr Auftrag ist meine Priorität. Dafür arbeite ich sehr gern. Damit das richtig gut funktioniert, habe ich mich viele Jahre mit Kommunikation, und wie man diese effektiver und vor allem einfacher machen kann, beschäftigt. Vor allem: Das ungute Gefühl des „Münze werfens“ (Wie wurde das nun wirklich gemeint?) will ich beseitigen.

Ich glaube, ich hole hier kurz noch etwas weiter aus. Insbesondere: Wie komme ich darauf? Mit einem primären Background aus Wirtschaft, Vertrieb und (IT-) Technik suchte ich nach einem gemeinsamen Teiler. Nach dem, was wirklich funktioniert und alles verbindet.
Es war die Kommunikation als solches. In meiner Welt ist es ganz einfach: Können wir nicht kommunizieren, würden alle anderen Bereiche (in Wirtschaft, Leben und dem Rest) auch nicht funktionieren. Begleiten Sie mich hier auf meiner Reise, die von einem Status Quo (mich weiter entwickeln zu wollen) ausgehend mich immer weiter in die Agilität mit ihrer Philosopie, der Verhaltensökonimik, den Randgebieten der angrenzenden Psychologie und neuen, interessanten Tätigkeiten (als Coach, Mentor und Faciliator) eintauchen lies.


als Mittel der Kommunikation

Sehen wir einfach 2 x hin: Sprechen ist Kommunikation. Nicht sprechen aber auch (Dazu komme ich noch später). Was denn jetzt? Kommunikation ist ein Prozess, bei dem ZWEI Seiten Informationen liefern. Diese beiden Seiten, das können auch mehrere sein, interagieren mit einander. Bleiben wir bei 2: Beide Seiten erwarten sich ein bestimmtes Ergebnis aus diesem Prozess. Aus Ihrer eigenen Erfahrung wissen Sie bestimmt, dass sich dieser Prozess sehr oft in eine Richtung entwickelt, die mit dem Begriff „missverständliche Kommunikation“ oft viel zu schwach beschrieben ist. Was also tun, um möglichst viele dieser Missverständnisse langfristig, am besten für immer aus dem Weg zu räumen?

Die erste Grundannahme

Wenn ein neuer Auftrag kommt, gibt es häufig zu Beginn einige Missverständnisse in der Abstimmung. Der eine meint, das gesagt zu haben, was er sich dachte und ist bass erstaunt, dass der Andere etwas völlig anderes verstanden hat.

Oft stelle ich fest, wie kompliziert so ein Frage- und Antwortspiel verlaufen kann. Entweder hört mir der Fragesteller nicht zu oder er antwortet mir nicht auf meine Fragen. Stattdessen höre ich gerade die Geschichten, Glaubenssätze und Erklärungsmodelle, die IN dem Anderen aktuell bereit liegen oder gerade ablaufen. Auch die geschlossene Fragen, also Fragen, die nur mit einem Ja oder Nein beantwortet werden können, werden oft durch lange Erklärungen „um“ -beantwortet. Noch schlimmer: Konjunktive. Das geforderte „Ja“ oder „Nein“ höre ich selten. Es kommt also NICHT darauf an, was Sie sagen wollen, sondern darauf, WAS bei Ihrem Gegenüber angekommen IST. An anderer Stelle werde ich über Zustände, insbesondere IST, noch mehr schreiben.

… mit einem Experiment

Achten Sie in der nächsten Zeit mal darauf, WIE (also mit welchem Inhalt)  Sie die gestellten Fragen von Anderen beantwortet bekommen. Ist die Antwort auch DIE Antwort auf das, wonach Sie gefragt haben? Oder antwortet Ihr Gegenüber irgend etwas? Noch schlimmer ist, durch rhetorische Kunst das Thema auf einen Nebenschauplatz ziehen zu wollen. Die meisten Menschen achten, also beachten, nicht das, was Sie sagen. Provokant gesagt: Sie missachten Ihren Inhalt und Bedeutung, den Sie kommunizieren. Ganz schön unhöflich, oder?

Offen gesagt, also konkret: Sie halluzinieren einfach, z.B. ich hätte die Frage in der Art gestellt, dass sie (irgend) eine Antwort dafür haben. Sie geben die erstbeste Antwort, die ihnen gefällt (also einfach ist oder oder gerade in den Sinn kommt). Und Ihnen geht es genauso. Sie neigen dazu, in diese Antwort einfach das hinein zu halluzinieren, was sie selbst in diesem Moment hören wollten. Ist das die Realität? Meine oder Ihre? Dann glauben sie einfach, der Andere habe genau das gesagt, was Sie doch wirklich auch so „gehört“ haben wollten. In einem anderen Artikel beschreibe ich über Wahrnehmungsverzerrungen, die da drunter liegen. Wenn Sie einmal aufmerksam auf diese Phänomene achten, bekommt Ihre alltägliche Kommunikation plötzlich eine tragische Komik, die manches Theaterstück blass aussehen lässt.

Diese ungewollte Komik kostet der Wirtschaft viel Geld. Die Lösung ist einfach. In diesem Modus, der sich aus Record, Play und Repeat zusammensetzt (und jetzt setzen Sie mal stets „fake“ davor), liegt eine „Prozess-Schleife“. Das ist ein Schritt innerhalb des (Kommunikations) Prozesses, den Sie beliebig oft wiederholen können, bis Sie tatsächlich auch ALLE Informationen bekommen haben. Die Technik von „rec/play/rep“ brauchen Sie nicht aufwändig zu lernen – das können Sie schon. Das darauf achten ist das Schwierige! Fassen Sie nach einer Antwort, die Sie bekommen haben, diese Antwort mit einer Frage in Ihren Worten in der Art z. B. zusammen: „Habe ich Sie richtig verstanden, das …… ?“ Und warte auf das Kopfschütteln oder Nicken danach. Ziel ist, eine klare, im Idealfall eine binäre (also Null oder Eins, Ja oder Nein) Antwort zu erhalten. Wiederholen Sie das ggfls. mehrmals. Denn „fake“ geht nicht weg, indem sie diesen ausblenden – dann ist es – ausgeblendeter „fake“.

Erst wenn Ihr Gegenüber nickt und sagt: „Ja genau…!“, dann wissen Sie auch, dass Sie das verstanden haben, was Ihr Gegenüber sagen und meinen wollte.

Kommunikation (Sprache) wirkt und macht gute Laune. Darauf achten
Kommunikation (Sprache) wirkt und macht gute Laune. Darauf achten

Sie vermeiden also die Missverständnisse schon von Beginn an – und auch die Fehler in der Übertragung (schlechte Verbindungen) werden begrenzt. Spannend ist, wie viele Menschen mit unscharfer Kommunikation und halluzinierten Anworten gut durchs Leben „torkeln“. Schlimmer ist: dass Sie oft Ihren Gegenüber damit durchkommen lassen. Wie oft hatten Sie sich darüber schon geärgert?

Das ist doch sinnlos, oder? Sie wollen doch ‚fertig‘ werden – und keine vertrödelte Verschwendung

Die Mechanik ist sogar noch weitreichender: Wenn Sie (mit Sprache) später wieder einmal auf dieses besprochene Thema kommen (wo der unterschiedlich interpretierte Austausch stattgefunden hat), haben beide Seiten unterschiedliche Erinnerungen an die Situation und das Gesagte. So entstehen Konflikte … später dazu mehr. Vermeiden Sie obigen Defekt in der Kommunikation. Lassen Sie bei Ihren Gesprächen nicht mehr zu, dass Ihr Gesprächspartner Ihre Fragen gar nicht oder nur unpräzise beantwortet. Sie werden es sich danken. Der kleine Trick hilft Ihnen in Zukunft gegen die Sprachunschärfe und verbessert Ihre Kommunikation um viele Stufen. JEDER Verkäufer und jeder Mensch, der beruflich viel mit Reden zu tun hat, sollte diesen kleinen Trick oft anwenden. Es hilft. Es ist aktiver Selbstschutz. Mehr von Schulz von Thun.


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