Agile Transformation? Alles nur Hype? Agile is smaller than expected. 4 Schritte - so gehts.

Die Modifikation …

Ist möglich? Ein Dank.

Inspriration: Brandeins

Wenn Sie keine Krise haben, fleissig innovativ sind oder mit dem agilen Zeugs gar nichts zu tun haben, klicken Sie weg. Die Innovation war die Agilität. Wir brauchen jetzt die Innovation für die Innovation, denn das Hauptproblem auf dem Weg durch eine Krise ist immer:

Wir halten an der Vergangenheit fest und weigern uns, das, was war, los zulassen. Anmerkung: „Komfortzone

B. Thomas. Speaker, Vordenker (Anmerkung: Kopitzke)

Mal so und ganz einfach gefragt: Jeder, Sie, ich, tragen bereits sein persönliches Päckchen an Erfahrungen (herum). Wo wären wir angekommen, wenn wir all diese Erfahrungen nicht gemacht hätten – und, ganz schön langweilig, oder?

Das sind Werte, die uns zu dem gemacht haben, was wir sind. Somit wertvoll. Geschichte und Erfahrungen können zu einer echten Stärke werden. Zusammen etwas aufgebaut und erlebt zu haben, ist etwas ganz schönes – und im Idealfall verbindet es auch. Wir sollten alle, mit Respekt und ohne Groll sagen können: „Schön diese Geschichte. Danke das ich das alles erleben durfte. Liebe Vergangenheit, du wirst immer einen wertvollen Platz bei mir haben. Du, Erinnerung, kommst in meinen „Tempel“ und nicht in die Schmuddelkiste. Nun ist es an der Zeit, weiter zu gehen und etwas Neuem im Leben zu folgen.“ Gut so. Was ist das Neue?

Das ist NEU: Welche Stelle des Schildes und der Dramartugie sind jetzt unverständlich?

Natürlich kann ich mich dem Neuen entweder komplett verschliessen oder mit wehenden Fahnen hier dieses Schild umrennen. Entweder Oder? Besser ist, einfach mal ‚hinter das Schild‘ zu sehen, – könnte dort die Innovation der Innovation sein? Fakt ist: Das Schild (könnte) hat einen Sinn – sonst stände es woanders.

neonbrand - the wrong way
neonbrand – the wrong way

… der Innovation

Baue Strukturen, die innovationsfreundlich(er) sind

Erneuerungen und Organisation sind oft in einem Atenzug genannt – und keinem fällt wirklich auf, das das Unsinn ist. Warum hat sich eine Organisation organisiert? Der Zweck einer Orga ist, sich selbst und ihrem Zustand zu erhalten, somit ist Innovation und Organisation ein Widerspruch in sich.

Eine Innovationsgesellschaft kann nur versuchen, ihre Organisationen möglichst innovationsfreundlich zu gestalten. Das ist die Innovation: Lassen Sie Störer zu! Hören Sie hin, warum diese das tun. Das ist die Aufgabe von Ermöglichern, einem neuen Typ Trainer / Coach / Faciliator / Organisator von Wissen und Talent. Das alte Management, das etablierter Strukturen nur bewahren will, hat ausgedient.

Heutige und vergangene Organisationen sind nicht für Erneuerung gemacht – es fehlt Robustheit an der Basis. Jeder Systemiker weiss, dass diese Systeme und Organisationen zum Selbsterhalt entstanden sind. Was automatisiert (ist), funktioniert. Veränderung bedeutet vorab Gefahr für das etablierte System und wird nur pro forma geduldet. Das wahre ‚Innovator’s Dilemma‘ der Innovatoren ist, dass ihre neue, zum Teil aufwändige Arbeit mit altem Maß (z.B. alten KPI’s,) gemessen wird. Die Gewohnheit ist so schön und einfach. Der Geist der mechanistischen Weltsicht ist, als Ära der Industriegesellschaft, bis heute präsent – aber überholt.

Die Industriegesellschaft ist heute eine Wissensgesellschaft und braucht andere, neue Sichtweisen, aus der andere Kulturtechniken entstehen. Nur ein Mensch kann Kultur schaffen – Die Wissensgesellschaft zeigt die Ergebnisse, bei der es sich um den menschlichen Faktor, um die Person, das Individuum dreht. Die alten Zonen der Massenkultur mit ihrer mechanisch kulturellen Vorliebe, also Industriegesellschaft, werden überwunden.

Das Wort Paradigmenwechsel beinhaltet ja noch einen weiteren Aspekt: Nehmen Sie die Wertegefüge der Generationen X, Y, Z, (WHY?), die sich im Arbeitsmarkt ausbreiten. Hier wird noch zuwenig Augenmerk auf die komplett anderen Lebenziele (Werte) der Individuen gelegt. Es ist erstaunlich, dass schon Peter Drucker es derart erkannte: Management bedeute ‚die Dinge richtig zu tun‘, also das mechanische, am besten schnell mit Null Fehlern. Leadership bedeutet hingegen, ‚die richtigen Dinge zu tun‘, also situativ im vorgegebenen Kontext mit differenten Menschen zu agieren. Innovation ist umsomehr eine Führungsaufgabe. Dazu gehört unbedingt auch der Schutz der agilen Innovatoren (Agilisten) vor den zahlreichen Besitzstandswahrern der alten, mechanischen Systeme.

Die Organisation in der Krise? (Regeln, Prinzipien – egal, wo *halb)

Kürzlich bei einem Kunden: Eine neue, simple Idee, die in einem Prozess eine erhebliche Verbesserung aufzeigt. Vortrag dazu: 33 min und 8 Powerpoint-Folien, und alle Zuhörer kannten den etwas nervigen Prozess zu genüge. 3 Fragen: Warum hat kein anderer eher hier die Verbesserung eingebracht? Weil (vermutlich) keiner darüber nachgedacht hat. Warum für einen Vorgang der Vereinfachung 33 min. Präsentation und anschliessende Diskussion? Btw: Die Entscheidung darüber wurde 3 Wochen später abgenickt (ja, abgenickt). Und: Warum überhaupt eine Präsentation von etwas bekanntem, bei dem etwas weg gelassen werden kann …

Innovation entsteht nicht in oder mit PowerPoint, nicht in voluminösen Meetings oder Seminaren oder anderen Abstrusitäten des Business, sondern NUR dort, wo unternommen wird. Nicht rum-geeiert oder unter-lassen – ganz gleich, ob innerhalb einer Organisation oder außerhalb, also wo *halb.

Jeder ist Unternehmer im Kontext dieses Artikels, im Idealfall Selbstermächtiger, Selbsterlauber, Selbstgenehmiger auf Basis: Selberdenker. Ja, ich höre deutlich: „Das geht so nicht.“ oder „Das haben wir immer so gemacht …„. Sie können so weiter machen …

Ein Selbstermächtiger ist ein Ermöglicher. Wer Innovationen fördern will, muss Menschen sich frei entwickeln lassen und diese erste Hürde nehmen. Mit Selbsterlaubnis. Das ist der erste Klimmzug, denn dieser widerspricht allen gesellschaftlich / wirtschaftlich gültigen Regeln. Angefangen von Hierarchie (Macht), der Hörigkeit (Angst) und der Abhängigkeit (Macht) über exakt definierte Prozesse, Beschreibungen und das zwischen Firma und Angestellten herrschende Misstrauen. Siehe Vorschriftsschildern in Unternehmen bis Zeiterfassungssystemen. Angestellte werden AN-gestellt, auf der Arbeit HIN-gestellt, das Hirn AB-gestellt, bei Fehlern BLOSS-gestellt und bei Materialbedarf wird geprüft und gemessen, dass in diesem Kontext kein Unsinn BE-stellt wird. Deswegen heisst es ‚Stelle‘, weil man so auf der Stelle bleibt. Ganz ohne Innovation.

Die Krise ist nicht im System, sondern in der Organisation, weil diese immer mehr der sichtbare, zentrale Teil des Systems geworden ist. Diese fleischgewordenen Strukturen haben im Industriekapitalismus mit all ihren Verharrungskräften alles über- und weggelagert. Davon war selbst das Privatleben mitsamt seinen fremdbstimmten Werte-Postulaten und der Frage, ob man etwas besser machen kann oder nicht, betroffen. Organisationen, egal welcher Ausprägung, insbesondere gesellschaftlich relevante, tun etwas bestimmtes, um dabei nach bestimmten Regeln zu handeln. Sie neigen zur Statik und zur Nichtveränderung als willkommene Abwechslung. Damit ist das größte Hindernis auf dem Weg zu einer Innovationsgesellschaft benannt, ohne jetzt den Wert einer Mindesmenge von Regeln zu schmälern.

Die Innovation als solches ist in alten Organisationsformen ein- oder weggeschlossen, separiert oder isoliert – siehe betriebliches Vorschlagswesen. Sie kam in den Keller, wo sie keinen Schaden anrichten kann … Die Innovation ist die erfolgversprechende Störung einer etablierten, starren Ordnung zugunsten einer neuen Idee. Die wahre Innovation kommt aus dem Keller, wo Menschen weiter denken, als es ihnen zugestanden wird. Bitte mit Selbsterlaubnis, dann laut, fragend, offen und wertschätzend. Die Aufgabe des Innovators ist (die kleine, gezielte) Systemstörung, nicht die System.ZER-Störung (gibt es auch, das ist das sinnvoll-disruptiv). Die Störung verfolgt den Zweck, auf Misstände, Defizite und Defekte hinzuweisen. Ja, es darf knirschen, muss sogar knirschen – sonst hört man nichts. Es darf auch wackeln, sonst sieht man nichts. Bislang haben Veränderer die Organisation oft nur anders interpretiert. Es gilt aber, aus einem Quader eine Kugel zu machen. Kleine Quadrate im großen Quader machen keinen Sinn. Eine Kugel rollt besser.


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