Agile Transformation? Alles nur Hype? Agile is smaller than expected. 4 Schritte - so gehts.

„Auf der Welt gibt es nichts, was sich nicht verändert, nichts bleibt ewig so wie es einst war. Deshalb ist das Laster des Geistes die Selbstzufriedenheit.“ – hätte Einstein so sagen können.

Hat er aber nicht, es war Zhuāng Zhōu (莊周 / 庄周) auch Zhuangzi genannt.

Ich ergänze, nachdem ich etliche Erfahrungen sammeln durfte, diesen Gedanken mit einer ergänzenden Erkenntnis Und:

„Selbstzufriedenheit ist die Saat für Stillstand und der Dünger für Rückschritt.“ Ich glaube, da wollen wir alle nicht (mehr) hin.

Selbstzufriedenheit Zhuāng Zhōu 1200 x 600

Agile ist kleiner als bisher angenommen

Sehen Sie sich bitte einfach mal das Bild an. Der große Würfel ist der gesame Themenkomplex Agilität. Es wurden immer mehr Elemente hinzugefügt, bis dieses DING so komplex wurde und heute so ist, dass es kaum noch handhabbar ist. Agile Methoden? Assimiliert! Neue Meetingformate? Assimiliert! Mehr Durchsatz? Erst assimiliert, dann parallelisiert, dann mit ‚Hauruck‘ skaliert! Kultur und Culture Change? Gleich mit drübergegossen, integriert und antipiziert! Führung? Schnell kaschiert, dann anders (und doch wieder gleich) etabliert, dann assimiliert! Teams: Alle gleich … erst extrahiert und parallelisiert, dann egalisiert paralysiert, Querdenker weg- harmonisiert, dann rationalisiert, der konforme Rest forciert und assimiliert! Und: Alles auf einmal.

Sie sehen (oder fühlen) es einfach mal nach … und sehen es mir mal nach: Ich fordere Sie auf, ab morgen (mit den obigen Punkten) stark, aber ganz anders zu leben, effizient zu arbeiten und überhaupt, zu sein. Wie bei Asterix und Obelix nach der Einnahme des Zaubertranks. Kann das funktionieren?

Der eigentliche Hype …

Die eigentliche Hype kommt dann noch obendrauf: Ich zeige das an einem Klassiker der Geschichte. Der weise Narr (Shakespeare, Tragödie: König Lear) durchlitt (s)eine Tragödie, indem er gefragt haben soll (frei zitiert): „Herr, deine Töchter lassen mich schlagen, wenn ich die Wahrheit sage, Du lässt mich schlagen, wenn ich lüge und … ich werde geschlagen, wenn ich schweige still wider besseren Wissens …“. Genau so tragisch wie in diesem Dilemma ist es mitunter mit Agilisten, die nicht nur wissen, was sie im Kontext der Aufgabenstellung tun, sondern auch genau wissen, wie es nicht funktionieren kann. Wie z.B. mit dem Anspruch der Komplexität, die Agilität in einem Rutsch zu etablieren.

ist kleiner … Das Verständnis liegt

Es bleiben 2 Gesetzmässigkeiten, in meiner Sicht einfach, übrig:

· Erfolg ist ein Umstand, der NACH einer Aktion folgt.

· Menschen folgen, wenn eine sinnvolle Führung erfolgt.

Kopitzke®, Agiler Coach, 2019

Der Erfolg ist ein Ergebnis. Mehr nicht, und doch ein gewünscht positives, das unmittelbar nach der Aktion eintritt. Erfolg ist das positive Resultat persönlichen Handelns oder das Ergebnis einer wirtschaftlichen Tätigkeit einer Organisation. In der Psychologie ist der persönlicher Erfolg eines Menschen bekannt, der auch zeitverzögert eintritt und von ganz subjektiven, individuellen Größen abhängt. Hier bedeutet Erfolg beispielsweise, dass der Mensch im richtigen Augenblick die richtigen Fähigkeiten hatte (zu denen er auch befähigt werden sollte). Im BWL ist der Erfolg nüchtern das Ergebnis, das entweder positiv „Gewinn“ oder negativ „Verlust“ genannt wird. Mir gefällt folgende Affirmation … :

E .Entschlossenheit
R .Risikobereitschaft
F .Fleiß mit
O .Ordnung
L .Lebensfreude
G .Gelassenheit

in Verbindung mit:

Sinnvolle Führung ist Interaktion. Keine Interaktion, kein folgen, keine Führung. Die hier genannten Werte ergeben einen Sinn. Was meinen Sie? Ist führen und geführt werden – freiwillig? JA. Menschen können und werden jeden Tag neu entscheiden, welche ‚Goodies‘ ihres Potentials sie der Firma oder dem Chef zur Verfügung stellen. Nicht nur das OB und WAS, sondern auch die Bandbreite reicht von höchstem, eigenmotiviertem Engagement einerseits (WIE VIEL) bis zur inneren Abkehr andererseits und gilt natürlich sowohl für Führungskräfte als auch für deren Mitarbeiter. Es gilt: Das Handeln (also die Aktion) der Führungskräfte – nicht derer Worthülsen und Nebelkerzen, sondern konkretes, sichtbares Verhalten – hat weit größeren Einfluss auf die tägliche ‚Goodie-‚ Entscheidung der Kollegen als umgekehrt. Somit: Die grundsätzliche, erfolgreiche Haltung der Leitung gegenüber jedem einzelnen Mitarbeiter – besser: Menschen – beeinflusst die Auswirkungen der Führung mehr als deren (trainierte) Fähigkeiten oder Erfahrungen. Diese ‚intrinsische‘ Haltung zeigt sich weniger ausschliesslich offensichtlich, sondern auch im instinktiven, unterbewussten Handeln. Sie ist oft ein Teil des sogenannten „blinden Flecks“ (nach Johari) und bewirkt / beeinflusst deren Wahrnehmung, somit auch Beurteilung der Authentizität der Führungskraft.

Führungskräfte wirken somit als primäre Kulturformer und ‚Designer‘ durch ihr Handeln in ihrem eigenen Verantwortungsbereich, indem sie durch ihre Kommunikation und MIT Taten einen kulturellen Standard für „ihren“ Teil der Organisation – und dies weitestgehend unabhängig von der (gewünschten oder tatsächlichen) vorleben. Nun die Frage: Folgt man diesem gerne und freiwillig? Ich denke schon.

… im wachsen. Warum dann das alles?

Ja, beides. Alle Bausteine haben zusammen ihre Berechtigung, es wird aber gerne ‚übersehen‘, dass ein Mensch, der durchaus willens ist, das alles zusammen von jetzt auf gleich gar nicht (verarbeiten) kann. Oder ist Zaubertrank durch Besprechen des Kessels entstanden? Die Stelle habe ich noch nicht gefunden – und daran glaube ich auch nicht. Ich glaube an das Lernen aus Fehlern, denn „Agilität ist Exploration mit Irrtümern.

Ein kurzer Schwenk auf eine übergeordnete Meta-Ebene, bevor ich hier eine Lösung anbiete.
Unstrittig ist aus aktuellen Entwicklungen (Digitalisierung, Schule, Lernen, Produktion, usw.), daß unserer Wirtschaft (und die bezieht mittlerweile das Private mit ein), sich alles verändert, und das immer sichtbarer. Ein guter Ansatz für einen Hype. Ob zum Guten, besseren oder nicht ist eine ganz andere Frage. Sehen Sie einfach mal hin und ich muss es hier PROvokant machen.

lernen und transformieren?

  • Den Hype um unsere Umwelt. Da ist alles irgendwie richtig. Co2, Feinstaub, Autofahren und Fliegen besteuern / verteuern / begrenzen, Mobilität, (Energie) Kohle und Klima-Effekte, (uvm). Muss!, Kann! Soll! Tönt es unisono. Und Papa muss ab morgen zum Amt und zuhause bleiben – weil Kohle gestern war und ein e-Motor 1/10 der Teile eines Verbrennungsmotors benötigt. Ja – das ist tragisch – das Versäumnis liegt aber weiter vorne, viel weiter vorne. 2 Gedanken: Wie sinnvoll ist es, erst Schadstoffe zu besteuern (also erlauben) und hinterher, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, dann von diesem (Steuer-) Geld Zonen mit künstlichen, hermetisch abgeriegelten Kuppeln zu bauen, wo dann die Kinder, vermutlich nur die Besserverdienenden, drin leben dürfen?
  • Kinder: Der gar nicht mal so unwahre Hype um digitale An- und Einbindung mitsamt Ausbildung, der Zugang zu Wissen, Verwaltung, Kultur (und was weiss ich noch …) in Verbindung mit der unsäglichen Diskussion um Kosten des Netzausbaus und/oder die 5G Debatte: Fakt ist, wir liegen hinten (Im Vergleich zu Europa und der Welt) mit einer gefühlten Tendenz, zum Hintern (der Auswahl) zu wandern. Ja, es muss alles (irgendwie) bezahlt werden, aber wie sinnvoll ist es, hier an einer Schule 16 Tablets anzuschaffen (bei 400 oder mehr Schülern), dann darauf zu hoffen dass eine 50’tausender Leitung dafür reicht, weil der Anschluss auf den letzten Metern mit Breitband, so wie mir bekannt, 80 Tausend Euro kosten soll?
  • Ewicklung: Ja, ist jetzt überspitzt und die Anbieter faseln immer noch von Download von Inhalten. Darum geht es nicht, sondern um das Lernen der nachwachsenden Generationen und was sich verändert! Einfach gesagt: Die sollen (im System, anderes Thema) meine Rente ermöglichen. Die Lernqualität, die Ansprüche AN die Kinder und die der Kinder AN uns, die, logisch, so ist die Zeit, immer schneller (unterschiedliches) lernen müssen, sollen und auch wollen. Und da gehören Videos und Podcasts (Streaming) – gleichzeitig – einfach zu, damit die nachwachsenden Generationen nicht den Anschluss verlieren. Dafür braucht es ordentlich ‚fette‘ Leitungen – und keine Kostendebatten. Analogie: Im Winter kommt Ihr (!) Kind von der Schule. „Wir mussten heute im Dunkeln und mit Anorak sitzen. Es war kalt im Klassenzimmer, weil zu wenig Strom da war …“. Sie werden bestimmt beim nächsten Elternabend ‚ein Faß‘ aufmachen …

Hier wird exemplarisch sichtbar, dass der Hype zwar anwesend ist, aber die eigentliche Ursache – wohlmöglich woanders liegt?


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