Change im Kopf, big picture für agile Methoden mit Scrum, Kanban, NLP und preussische Tugenden; ©2016 Kopitzke.PRO

„Brain-Stuff“ hilft! Auch richtig weiter …

Sinn und Unsinn von Tools: Ich werde hier, nur um das Modell ohne Kontext zu zeigen, etwas plakativer. Eine Erkenntnis kristalliert sich. Eine gemischte Gruppe (unterschiedliche Interessen, Entwicklungsstände und Motivationen) von Menschen (in einer Firma) werden angehalten, ein Brainstorming abzuhalten, um neue Ideen zu entwickeln. Ein Termin wird bestimmt, ein Moderator ge- oder bestellt. In der Agenda, sofern es eine gibt, ist das Thema der Aufgabe und das erwünschte Ziel genannt. (Das sind schon mal 3 Vorgaben: intern oder extern?) „Wir machen eine Mind-Map!“ (generell eine richtig gute Sache), gibt der Moderator vor (4. Vorgabe). Ist das gut, richtig, zielführend und oder teambildend? (5. Vorgabe) Die ersten beiden Attribute (Tags) kann ich in diesem Kontext bestätigen, bei den letzten beiden habe ich meine Zweifel. Was kann passieren? Alle (genauer: eine Teilmenge) machen etwas, in etwa eine Mindmap, die andere Teilmenge wird entweder nicht erreicht oder stört den gedanklich guten Ansatz, neue Lösungen zu finden. Oder es entsteht eine in Kontext unproduktive Diskussion. Um hier einen Lernprozess mit einem gewünschten Ergebnis auf den Weg zu bringen, sind Vorgaben (also die Form) weniger geeignet. Lässt sich so eine individuelle Kreativität entfachen? Können Sie auf Weisung von Zeit und Form kreativ denken? Die kleinste, gemeinsame Basis fehlt und die Vorgaben passen nicht – zur gewünschten Anforderung, zu der Art und wie der einzelne kreativ denkt. Tools, egal welche, sind oft nur in sich gut, und wie gut zeigt sich erst im Rahmen, im Kontext, in dem und mit dem diese angewendet werden. Erkenntnis? Ich laufe den Methoden und Tools nicht (so euphorisch) hinterher. Die Teilnehmer entscheiden, wie und womit diese gedanklich arbeiten wollen und was DIESEN hilft. Dann funktionieren Tools.

mit NLP, Grund-Annahmen – Meine? Ihre?

Die Illusion ist nicht wahr. Welche Illusion? Meine? Ihre? Unsere, wo wir glauben, das selbe zu meinen (und nicht das gleiche verstehen, wg. der Illusion)?
„NLP“ steht für Neurolinguistisches Programmieren. Weniger in der IT als mehr bei und mit Menschen. Die sind diejenigen, die all das Zeugs, was hier steht, machen sollen. Es ist definitiv weder Manipulation noch ein Hexenwerk, sondern ein Werkzeug für eine Kommunikation mit Menschen als auch des Menschen mit sich selbst in der Interaktion mit seiner Umwelt. Viele (Ver-) Stimmungen sind steuerbar und basieren auf Ursache und Wirkung. Eine meiner Grundannahmen ist, das die Art, wie mit Menschen umggegangen wird, unmittelbar deren Outcome, nicht nur deren Produktivität (Output), beeinflusst. Zum Guten als auch weniger guten. Daraus resultiert: Lernen. Ein Prozess der ständigen Weiterentwicklung – zum Guten oder nicht. Und Gedanken beeinflussen die Haltung, also wie dieser Mensch mit seinen eigenen und externen Anforderungen umgeht. Zwei Dinge werden sichtbar: Es kann nur das raus kommen, was vorne reingesteckt wurde und versuchen Sie mal, einmal gelerntes bewusst zu vergessen.

… für Scrum, Kanban oder 6σ im Waterfall

Scrum: Was ist es? Scrum ist ein Rahmenwerk für Teams, die qualitativ hochwertige, komplexe Systeme und Produkte entwickeln und pflegen. Konsequent angewendet reduziert es Risiken schnell und nachhaltig, um früher wertvollere Produkte liefert. Scrum definiert sich durch wenige Regeln, Rollen und Zeremonien. Dem Team ermöglicht es, Produkte und Funktionen innerhalb kurzer Zeit zu liefern. Und was ist Kanban? „Kan Ban“ (wörtlich) ist “Karte” oder “Beleg” und ist eine agile Methode für evolutionäres Change Management. Erfunden 1947 von Taiichi Ohno (Toyota) wurde eine erhebliche Steigerung der Produktivität und Effizienz angestrebt und bestehende Prozesse in kleinen Schritten (evolutionär) verbessert. Dieses herunterbrechen reduziert Risiken für jede einzelne Maßnahme.

Wo kommt her? „6σ (Six Sigma)“ ist weder innovativ / revolutionär und hat ein analytisch- statistischen Ansatz. Der verdiente Gelehrte Carl F. Gauss, der mit seinem Bild und der Normalverteilung auf dem 10 DM-Schein geehrt wurde, lieferte die Werkzeuge. Das Besondere an 6σ ist der mathematische Ansatz. Die zielorientierte Umsetzung der Werkzeuge von 6σ hat basierend auf dem Initiator (1979 Art Sundry, Manager bei Motorola) mit den Weiterentwicklungen bei Kodak, IBM und ABB, Mr. Jack Welch bei GE zum Durchbruch verholfen. Und der Wasserfall? „Waterfall“ als Methode ist (behauptet) tot. Agile Methoden wie Scrum leben. Diese Meinung teilen viele und/aber: Totgesagte leben länger. Sofern das Modell Waterfall richtig verwendet wird, ist eine ähnliche Effizienz wie mit agilen Methoden möglich. Bei Apps mit kritischen Eigenschaften (in Systemen) hat er Vorzüge. Der Ansatz aus den 70’igern ist, streng sequentiell, hoch planerisch und in Plan und zu leistender Arbeit erst mal theoretisch hypothetisch und das kann sich in Annahmen mit Wunschdenken verlieren. Die Doku entsteht vorher, um Fehler früh zu erkennen und zu regeln. Der Code entsteht anhand der Plan-Architektur. Tests erfolgen oft erst gebündelt und hinterher. Weitreichende / nachträgliche Modifikationen sind dann kaum mehr möglich. (= TOTE:) Exit, Bruchstelle (Projekt-) Abbruch.


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