Change im Kopf, big picture für agile Methoden mit Scrum, Kanban, NLP und preussische Tugenden; ©2016 Kopitzke.PRO

… und wie Tags (Etiketten) alles verbinden

Ich habe mal intensiver hingesehen, in die bekannten agilen Methoden oder Ansätze. Ich suchte brauchbare Antworten. DieMethoden sind alle irgendwie verschieden und doch zeigen sich Parallelen – ich suchte weiter. Erst im NLP habe ich brauchbare Antworten gefunden. Was ist das Bindeglied? Ein kleinster, gemeinsamer Teiler? Einer davon sind Tags. Also Attribute, die eindeutig sein wollen und mehrdeutig sind wie wir Menschen. Attribute, die bei ihrer Interaktion teilweise (irr-) rationales, nicht nur in der Kommunikation bewirken. Wer diese Tags, um- und weitsichtig, also professionell und auch sinnvoll nutzt, wird sich über erstaunliche Ergebnisse freuen – in den bekannten Modellen wie Scrum oder Kanban. Warum? Vorweg: Diese Tags helfen ungemein, differente Sichtweisen einzunehmen. Meine Ergebnisse und Überlegungen hierzu lesen Sie hier.


Der Weg dorthin, über …

… nur CHANGE in (meinem) Kopf

Seit Jahren sehe ich, ohne Aufwand und ohne dass ich es verhindern kann, viele Dinge im Business. Gut oder nicht ist ein anderes Thema – es geht um die Wahrnehmung als solches. Einige gefallen mir, andere weniger. Meine Welt besteht aus objektiv kritischem Zugang zum Wissen der Welt, ohne selbst den Anspruch einer umfassenden Verbesserung (nach aussen) zu haben. Nach innen sind Gedanken frei, eigene Ableitungen zulässig und darum geht’s. Um ‚Change im Kopf‘ und was es innen und außen bewirken kann. Erkenntnis: Es fängt „innen“ an. Nicht nur fest halten, sondern mit Haltung wachsen und dabei immer wieder eigene und fremde Erkenntnisse zu hinterfragen.

Kaizen ist richtig – (un-) schuld (-ig)

Kaizen ist eine japanische Philosophie. Ziel ist das schrittweise Verbessern von Prozessen, bis diese perfekt sind. Die Wörter „Kai“ (Veränderung) und „Zen“ (zum Besseren) sind Programm. Es geht um die kontinuierliche,  alltägliche Veränderung und stetige Verbesserung, indem diese erlernbare Denkweise verinnerlicht und eingenommen wird, die von allen Beteiligten getragen wird. Es ist weder Scrum noch ein sonstiger Prozess(!), es ist eine von innen nach außen gerichtete Geisteshaltung, die in Europa seit den 90igern als „kontinuierlichem Verbesserungsprozess“ angewendet und mit KVP abgekürzt wird. KaiZen ist LEAN und die jap. Autoindustrie (Toyota) wusste das schon vor diesem Begriff. Produktion und Qualität wurden erheblich verbessert und Kosten reduziert. Der Mittelpunkt ist das Reduzieren von Verschwendungen in allen Bereichen. Mich faszinierte, dass dazu jeder Mitarbeiter aufgerufen (so weit, nichts ungewöhnliches) wurde UND auch jeder Mitarbeiter es a) durfte, b) auch machte und c) gehört wurde (Das war für mich ungewohnt). Es soll kein Tag in einem Unternehmen vergehen, an dem nicht eine Verbesserung erzielt werden konnte.

(un-) käuflich: Aus ‚lean‘ wird ‚clean‘

LEAN ist eine nicht käufliche Geisteshaltung, gepaart mit dem Willen, diese auch umzusetzen und selbst die daraus reultierenden Ergebnisse weiter zu verbessern. Versuchen Sie bitte mal, 500 g LEAN im Geschäft zu kaufen … Umfassend betrachtet werden in LEAN Qualität, Sicherheit, Liefertreue, Kosten und die Moral bzw. Menschlichkeit kombiniert. Erstgenannte ist quantifizierbar, die letzteren nicht. Das Ziel ist im ‚long run‘ ein Erfolg für die Organisation und alle(!) Beteiligten, also für Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten und andere Stakeholder. Lean Management ist mehr als Tools und Methoden und bezeichnet ALLE Denkprinzipien und Verfahrensweisen zur effizienten Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette industrieller Güter. Lean verfolgt das Ziel, unternehmensübergreifend und unternehmensintern eine starke Kundenorientierung bei konsequenter Kostensenkung für die komplette Wertschöpfungskette zu erreichen. Und das ist mehr als nur sparen! Und erst recht mehr als das Einführen von dubiosen und nutzlosen Tools.

auch oder erst recht ohne Tools

Das wichtigste Tool hat jeder (sollte zumindest) bei sich: seine Logik und seinen Verstand. Der Kern ist das Lösen von sichtbaren, versteckten oder (bewusst) verdeckten Problemen, UM diese zu verbessern und als Ziel dessen auszuschalten. In unseren gewachsenen Systemen sind Fehler mit all seinen Konsequenzen verpönt. Lean und agile zielen darauf ab, Probleme sichtbar zu machen. Wo Probleme identifiziert und analysiert werden, zeigen sich Fehler (und deren Quellen, auch Menschen) – und wer gibt schon gerne Fehler zu? Die bittere Geistes-Pille ist: Welche Organisation „belohnt“ Mitarbeiter, die Fehler machen oder Probleme aufdecken? Zack! Es gilt, eine Kultur zu schaffen, die Fehler nicht verurteilt und massregelt, sondern alle Beteiligten aktiv für Störungen und ohne persönliche Befindlichkeiten zu sensibilisieren, um genau das als Möglichkeit der Weiterentwicklung und Verbesserung zu sehen. Anders gesagt: Es ist die Kunst, auf einer oder zwei Ordnungsebenen höher die geeigneten Fragen im Sinn der Sache zu stellen, um mit den Antworten zielgerichtet zu handeln.

PDCA in einfach – denn lernen IST einfach

Ob es PDCA (nach Demming) oder TOTE-Prinzip (im NLP) heisst oder im weitesten Sinne aus der DIN.ISO 9001 heraus zitiert wird: Das ist ähnlich – und das ist gut so: „Solange Sie einen Mißstand nicht sehen wollen, ignorieren oder ohne Lösung weg-managen, weder beziffern noch benennen (können), kann (und wird) dieser nicht verändert (verbessert).“ Punkt. Das hat jetzt vielleicht weh getan, ist aber so. Später komme ich auf preussische Tugenden zu sprechen, denen dieses Zitat zugesprochen wird:

„Die Wahrheit verträgt keine Schminke.“

(zugeschrieben) Karl August Freiherr von Hardenberg

Und heisst auch: Wählen Sie oben die linken Teile des Satzes (das nicht wollen), erklären Sie (sich) mit dem rechten Teil (können) einverstanden. Jetzt Sie: Ist das mit gutem Gewissen zu vertreten, zu verargumentieren und auch zu akzeptieren? Wirklich? Warum wird dann in Deutschland soviel (hinterher) gejammert? Weil es schön einfach ist. Jammern können wir gut (und gerne). Etwas verändern ist (Mehr-) Arbeit. Und davor auch noch nach-denken, also selbst und anstrengend? Sorry, so wird das nix. Jammern ist das negative Reflektieren eines Umstandes ohne eigene geistige Leistung, ohne poitive Wertschöpfung. Sinnvoll? Jammern ändert daran nichts, verbraucht aber verbraucht Energie. Einmal verschwendet, ist diese weg. Sofern diese Energie nützlich eingesetzt wird, … . Jetzt wird es sinnvoller. Jeder Gedanke, etwas einfacher zu machen, stiftet einen Sinn. Methoden wie PDCA helfen konkret, sich auf ein Thema zu fokussieren. Das Neue entsteht wie von selbst, sofern zu jedem Ergebnis gute, nicht wertende Kritik und das Verständnis, warum genau dieses Ergebnis erzielt wurde, angewendet und zugelassen wird. Bis zur Einsicht, was und wie geändert werden sollte (= lernen), ist es nicht mehr weit, oder?


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