Die agile ENT-Täuschung, was wir alles tun, um uns agile zu "behumsen", über Täuschung, Agile "GTI", Stabilität, Führung, Kultur und Management by Happiness
Inhaltsverzeichnis
  • Was ist Statistik? (Das Gabler Wirtschaftslexikon hat das erschöpfend erklärt). Ich denke und wir sind uns einig, dass hier 2 Begriffe Substanz haben: Valide und Quantität. Beides bezieht sich auf Überprüfbarkeit in einer ausreichend aussagekräftigen Menge. Und was kommt, wenn einer dieser Begriffe ‚wackelt‘?
  • Was ist Heuristik? Auch dazu nochmal Gabler. In meinen Worten, hier steht bei Gabler „Daumenregel“, ist das eine Ableitung mit Wahrscheinlichkeitscharakter, die in schwer (oder komplexen) Problembereichen zur Anwendung kommt. Aha, komplex – da schimmert die Agilität durch …
  • Was ist Dynamik? Hierzu schreibt Gabler und so wie ich es verstehe, die mögliche bis sichere Unvorhersehbarkeit der inneliegenden Dinge und dem aussen liegenden ‘Zeugs’, die und was eintreten kann. Je länger ich darüber nachdenke und es coache: Ist das nicht eine nur etwas andere Beschreibung von Agil?

Legen wir jetzt das Prinzip des 1st Priciple Reasoning an, wird bestimmt auch bei Ihnen die Option sichtbar, dass diese 3 Begriffe, wie in dem Bild oben, gestapelt gehören. Lege ich jetzt alle bekannten Begrifflichkeiten aus der Agilität links und rechts an, vervollständigt sich das Bild – zu diesem Bild. Und ganz nüchtern objektiv betrachtet sind Burn(x)-Charts Statistik.

Fertig ist die stabile, agile Säule

Anhand dieses Modells konnte ich viele meiner Beobachtungen der letzten Jahre für mich schlüssig erklären. In diesem Fall wurde ich ENT-Täuscht – hier deutlich positiv. Derart positiv, dass ich Ihnen diesen Gedankengang nicht vorenthalten möchte. Gerade bei größeren Unternehmen habe ich ‚an der Basis‘ die minimal notwendige Stringenz, die als Stabilisator oder Anker da sein sollte oder als solches behauptet wurde, kaum erkannt. Jetzt darf ich Sie ENT-Täuschen: Valide Regeln? Gerne mit Bedenkenträgerei zerredet – vorzugsweise in Meetings. Qualität in Produktion und Zusagen? So ungefähr die Hälfte von dem, was geplant war – regelmässig. Und die Begeisterung der Mitarbeiter bis Management ge- und durchtrieben von geringem Vertrauen, weil die oberflächlichen KPI’s nicht stimmten. Keine Zufriedenheit, kein Happiness (siehe unten). Wieso erkenne ich hier Gier, Täuschung und Ignoranz? Auch ein „weiter so, läuft doch …“ halte ich für fragwürdig bis unangemessen. Und skalieren – wirklich?

mit einem hohen Niveau (ohne Ansage)

Nach meine Überlegungen gibt es ein paar Vorraussetzungen, die auf eine bessere Stabilität, UM dann eine Agilität zu ermöglichen, einzahlen.

  • der Mut und die Bereitschaft, eines jeden einzelnen, sich von einer kleinteiligen Ebene im System ZU einem neuen System zu bewegen, das AM System auf übergeordneter Ebene bessere (was immer das auch sein soll) Resultate verspricht.
  • der Wille, bekanntes oder etabliertes loszulassen, um mit diesem frei gewordenen Raum andere Blickwinkel und neue Perspektiven zu erlauben.
  • die Akzeptanz, dass Unsicherheiten nicht beseitigt, sondern nur begrenzt werden können und das als normalen Zustand anzuerkennen, um daraus zu lernen.
  • die Tatkraft eines jeden Einzelnen, eine Transformation mit allen zur Verfügung stehenden Ressourcen zu etwas besserem zu fördern – auch, wenn dadurch Kontrollverlust einher geht oder andere, persönliche Befindlichkeiten betroffen sind.
  • Die sichere Bereitschaft, gerade in der Leitung, dass ein kurzfristiger Abfall in der Leistung genau der Preis des Übergangs zu anderen, wohlmöglich ungewissen Resultaten ist. Dieser Preis ist zu zahlen.

Die Säule einerseits, der Weg dorthin andererseits

Wenn wir jetzt modellhaft wissen, wie agiles Arbeiten geht (gehen kann), möchten Sie bestimmt wissen, mit welchen einfachen Mitteln sie dort schnell und einfach hinkommen. Der gesamte Themenkomplex Agilität hat ja nicht unendlich Zeit. Agil hin oder her, Ergebnisse müssen geliefert werden. Die Konkurrenz macht das schon – mit den Ergebnissen.

Weiter oben unter „Agiles GTI“ schrieb ich „Wunschdenken“ und „Interpretation“. Bitte sehen und hören Sie mal genau hin, IN Ihren Kopf, was da so an Gedanken herum schwirrt. Ergänzend: Hören Sie sich selbst mal genau zu, was Sie (so den lieben, ganzen Tag) sagen. Eine, zugegebenermassen beschwerliche Übung ist, darauf einen Tag zu achten und nötigenfalls eine Strichliste zu führen, wo und wann sie weder spontan mutig, engagiert ausdauernd oder einfach konsequent waren. Da kommen ein paar Striche zusammen.

Hier kommt die ENT-Täuschung: Aus meiner ursprünglichen Profession, der Kommunikation, sind mir an dieser Stelle ein paar Zusammenhänge aufgefallen, denn ich habe anderen aufmerksam zugehört und eine derartige Strichliste geführt. In alle Richtungen bitte: Mea Culpa, eine Entschuldigung, dass ich mich derart erfrecht habe – es diente nur dem Anspruch, zügig, sicher und nachhaltig agiles Arbeiten zu etablieren.

2 Fakten für die Klarheit

Hierzu gibt es 2 Fakten, die Klarheit bringen:

  • Wir alle denken über zu viel sinnloses Zeugs nach, das wird „Wiederkäuen“ (also Vergangenes, was nicht mehr veränderbar ist) und zuviel „Sorgen“ (also zuviel „was wäre“, wenn (mit allen Optionen) …) genannt. Wieviel davon ist wirklich sinnvoll, zielführend oder effektiv? Die ENT-Täuschung ist, es existieren Zahlen von 50-70 tausend Gedanken pro Tag, dass davon nur ca. 10% dieses Kriterium erfüllen. Andere Studien zeigen auf, das zwischen 50 und 70% aller Gedanken negativ sind. Und:
  • Es galt die Aussage: Denken formt Sprache – Es ist aber die Sprache, die das Denken formt. An anderer Stelle wies ich auf die Sapir-Whorf-Hypothese mit dem sprachlichen Determinismus hin.

Nur falls es interessiert: Hier ein interessantes Video dazu:

4 Einflussgrößen “mit Potenz…” ial

Die eigentliche ENT-Täuschung ist, dass mit diesen beiden Punkten wichtige Meetings, persönliche Mitarbeitergespräche, Feedbacks und Abstimmungen geführt und Entscheidungen getroffen werden. Um es überspitzt und plakativ zu sagen: Erst sind wir unkonzentriert und springen Vorwärts-Rückwärts, aber selten in die Mitte (Gegenwart) unserer Gedanken und bewegen „Mist“, der auch -‚verstanden‘ werden soll und wundern uns dann, dass wir dann missverstanden werden. Dazu verwenden wir eine geglaubt sichere Muttersprache wie Deutsch (bei eingeschalteten Transfersprachen wie z.B. EN oder FR ist der Effekt noch größer), die als eine (statistisch belegt) der kompliziertesten Sprachen der Welt gilt.

Die nächste, verdoppelte ENT-Täuschung ist dann: dem Gegenüber geht es i.d.R. genauso, ganz gleich ob Vorgesetzter oder Untergebener. Ich denke, hier liegt der eigentliche Sprengstoff, das Dynamit für die Dynamik, die kaum vorhersehbar ist.

mündet in einer erlernbaren Lösung.

Ich nenne es den „Tri-dynamischen Kreis“, um die ausgewogene Mitte zu treffen. Ziel ist, zu üben, JA, zu üben (das ist eigene Arbeit) und zu erkennen, dass „Präzision“ der mögliche Schlüssel ist. Alle Begrifflichkeiten bedingen einander. Beispiel: Ohne Mut und Ausdauer keine Konsequenz, ohne ausdauerndes Handeln mit Mut keine Konsequenz und ohne Konsequenz ist der Courage der Boden und der Ausdauer die Luft entzogen (so in etwa …) Denken Sie bitte jetzt hier mal weiter: für alles wird eine präzise Sprache benötigt. Je präziser die Sprache, desto besser die Prozesse, je präziser die Qualität (also die Versprechen dafür) desto besser kann Sprache die Prozesse dafür bestimmen.

Tri-Dynamischer Kreis in der Agilität
Tri-Dynamischer Kreis in der agilen Kommunikation

Umgekehrt können Sie ausdauernd sprechen und bewirken nichts. Ebenso mutige Prozesse definieren – die Qualität ist dann am weitesten weg. Konsequente Qualität fordern funktioniert nicht ohne präzise Prozesse, die klar kommuniziert wurden (beide weit weg).


1 Kommentar
  1. […] um (damit) Gas zu geben und sinnvolle Stabilitäten, die realistische Führung, ehrliche Kultur und Management by Happiness(mit dem weswegen) bewirken können. Ich komme auch nicht […]

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