Die agile ENT-Täuschung, was wir alles tun, um uns agile zu "behumsen", über Täuschung, Agile "GTI", Stabilität, Führung, Kultur und Management by Happiness
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Im Wunschdenken: Hier besteht der Verdacht, dass dieser obige Nutzen und die Notwendigkeit zum Lernen nicht ausreichend und eindringlich genug kommuniziert wird. Das Starten einer jeden Transformation (Wunsch) mit agilen Methoden kämpft mit Widerstand derer, die sich bewegen sollen (und nicht wollen). Das Sollen basiert auf dem Wunschdenken der Leitung, nicht der Teams, weil diese im Zustand ihrer Komfortzone (siehe unten) verharren wollen.

Die irritierte Interpretation: Ist das Fehlinterpretieren erster (schneller) Erfolge und der verdeckte Defekt, darauf bzw. damit erst mal so zu tun ‚als ob‘. Das ist getrieben von oberflächlichen, aber wirtschaftlich behauptet wichtigen KPI’s, die eine tiefer liegende Aussage BE-deuten. Also Deuten, das ist eine Ableitung, wie in einer Parabel. Nur zur Erinnerung: Die Parabel ist eine kurze und lehrhafte Textsorte (in der kürzesten Form eine KPI), welche durch einen Empfänger (Leser, Hörer, Manager, Führungskraft) entschlüsselt werden muss. Der Ursprung ist die antike Rhetorik, die damit zur Verbildlichung von Argumenten dienten und ist eine kurze Darstellung, die häufig in ein größeres Werk (einen Change, eine Transformation) eingebettet ist.

Ein wesentliches Merkmal sind die Bildebene und die Sachebene. Die Bildebene meint das, was die Parabel tatsächlich erzählt, also den Inhalt der Erzählung (ein Bild, das Gezeigte), wogegen die Sachebene das ist, was mittels Analogieschluss durch den Leser erschlossen wird. Diese Sachebene liegt darunter (oder zwischen den Zeilen) und dafür werden gemeinsame Merkmale auf beiden Ebenen gesucht. Und Dieses suchen ist UN-bequem.

Erst dann setzt die Interpretation an, die sich vortrefflich durch reale Fakten, siehe weiter unten, anreichern lässt. Und wo kommen diese Fakten her? Aus Realitäten, nicht aus Wunschdenken. Ich stelle fest, das zuwenig, in diesem Prozess, neben dem oberflächlichen ‘Was’, welches nur ein Ergebnis (KPI) darstellt, nach dem ‘Wie’, ‘Womit’, ‘Warum’ und auch ‘Wofür’ gefragt und reflektiert wird. Das ist ein wichtiges Element zum Punkt lernen.

Die abgeleitete Ignoranz: Setzt der Irritation die goldene Krone auf. Es beinhaltet das unreflektierte, unkritische Akzeptieren auf Basis von Halluzinationen ohne Falsifikation und gleichzeitig mit noch mehr agilen Methoden und herkömmlichen Kasperle-Theater das Stocken, also die Stagnation der Entwicklungspotentiale, auszublenden (zu ignorieren). Das eine ist die Krone, das andere der goldene Schein, der durch polieren (von KPI’s) nicht heller oder blanker wird.

Nebenbei: Das Fehlen der Vermittlung dieser Einsicht mit dem Lernen ist ein Grund für die tiefen Frustrationen mehrerer Generationen im Arbeitsleben. Die kritische Masse der Multiplikatoren und Infiltratoren wird nicht erreicht. Ebenso wird gerade aus dem agilen Gedanken heraus die Konsequenz des Verharrens in der Komfortzone nicht deutlich genug gezeigt. Dazu komme ich noch weiter unten.

Agilität benötigt Stabilität – zwingend

oder: Von instabilen zu robusten Organisationen. Hier unterscheide ich bewusst zwischen stabil und robust. Robust ist der fittere, nicht der schnellere. Was zeigt uns Sport und lehrt die Mechanik? Es ist ja nicht neu: Können setzt üben vorraus. Üben setzt Kenntnisse, oft unumstössliche, vorraus. Nur in der agilen Transformation wird gerne der Part mit dem „unumstösslich“ ausgeblendet oder erfährt nicht die notwendige Beachtung. Ein einfaches Bild als Beispiel, also ein Prinzip (siehe weiter unten) soll das verdeutlichen. Im Eiskunstlauf, siehe Bild, wird das plakativ deutlich. Kernaussage ist:

Sind Füße, Beine und Gleichgewicht nicht robust (gehalten) und stabil tariert, wird: hingefallen. Erst ‚unten‘ stabilisieren, dann klappt es auch mit robust aussehenden, aber anstrengenden Fliehkraftfiguren.

Schaubild Eiskunstlauf Stabilität Wechselwirkung
Schaubild Eiskunstlauf: Stabilität in Wechselwirkungen

Nutzen Sie bitte diese Darstellung (nur), um es zu veranschaulichen, Es zeigt das Zusammenspiel von Stabilität, Dynamik und Agilität. In allen drei Begrifflichkeiten ist zu erkennen, dass das Eine OHNE dem Anderen nicht funktionieren kann. Die rote Pfeile symbolisieren (so in etwa) die Kraft der Stabilität, die die beiden Sportler (erst recht in einer Paardarstellung) abgestimmt auf das Eis UND in ihre Bewegung bringen müssen. Die gelben Pfeile sind die Dynamik und das Gleichgewicht, um eine stabile Figur darstellen zu können. In der Physik ist das tarieren. Die Stabilität ist das Fundament und die Dynamik, das Tarieren der Körper, DAMIT eine Figur wie hier gezeigt überhaupt dargestellt werden kann.

Die grünen Pfeile sind die eigentliche Agilität, ohne jetzt hier zu sagen, daß das die Zierde ist. Hier wirken Fliehkräfte, die entgegengesetzt zur den roten und gelben Pfeilen wirken. So ist eindrucksvoll zu sehen, dass die Agilität der überwiegend sichtbare Teil ist, der dann in einem Wettkampf als erstes erkannt ist und bewertet wird. An dieser Stelle wird klar, dass über diese Tiltelüberschrift – eigentlich – nicht mehr diskutiert werden muss. Oder doch?

Was ist mit Selbstbestimmung? Eigenverantwortung? Autonomie? All die postulierten Werte, die eigentliche Definition, was Agile sein soll.

Hier kommt die ENT-Täuschung: All diese Begrifflichkeiten mitsamt ihren Inhalten sind gut und richtig, aber wenn es „unten“ nicht stimmt, brauche ich mir um das „oben“ keine weitreichenden Gedanken machen. Dazu gehören auch diverse Skalierungen (SoS (Scrum of Scrums), SAFe und LeSS Scrum), wobei ich sehr wohl den Gedanken und die methodischen Modelle befürworte, im kleinen etabliertes zu multiplizieren. Gemerkt? Etabliert. Das heisst funktioniert. Sehen Sie bitte nochmal oben – das Eislaufpaar. Kein Eislaufen – können (und da hilft für „schnell“ und kurzfristig auch kein vehementes wollen, sondern vorher üben), – keine aufwändigen Figuren. Was es nun mit der agilen Arbeit auf sich hat, dafür habe ich das folgende Schaubild entwickelt.

Was ist agiles Arbeiten - Dynamik auf Stabilität, denn Agile GTI fährt vor die Wand. Der Change geht nur über Kultur, und Management by Happiness zu erzeugen.
Was ist agiles Arbeiten – Dynamik auf Stabilität, denn Agile GTI fährt vor die Wand.

Mehrfach durfte ich in Unternehmen, die sich zwar (behauptet) flink und wendig (= agil) verhalten, aber genau gesehen ‚verlaufen‘ hatten, Scrum, Kanban und Verwandte wieder strukturiert re-implementieren. Das ist eine spannende und herausfordernde Aufgabe. In den ersten Fällen konnte ich es noch nicht erkennen, später kristallisierte sich dann ein „Muster“ heraus, welches durch eine einzige Frage befeuert wurde. „Wie konnte das passieren?“ Bei dem genaueren Hinsehen und Hinhören (in die Teams, in das Management, ja auch in Peer-Groups von PO’s, SM’s oder Projektleiter) sind mir teilweise hektische Dynamiken aufgefallen, die eine explosive Wirkung, siehe Bild, beinhalten.

Vorhersehbar waren diese Dynamiken auch nicht. Hier arbeiten doch rationale Menschen, oder weil hier gerade Individuen (Menschen) arbeiten? Täuschung? Andererseits: Kaum ein Unternehmen kann von sich behaupten, „alles läuft bestens und so etwas von rund – beser geht es nicht“. Wenn etwas rund läuft, sind a) wohl vorher Ecken und Kanten da gewesen, abgeschliffen, dann validiert und anschliessend stabilisiert worden und b) braucht es keinen Agilsiten mehr. Halt: Stabilisiert? Menschen? Prozesse? Beides!

Stabil? Labil? Agil? Stabil, statisch, Statistik?

Obwohl phonetisch nur ähnliche Worte, aber im Kontext mit Kommunikation und Rhetorik betrachtet entstand eine Assoziation, eine Verknüpfung, die mich einerseits umtrieb und andererseits meine Aufmerksamkeit fesselte (Wahrnehmungs-Trichter). Können in diesen beiden Enden (agil und stabil (mit Statistik)) die Antworten liegen und was hat Sprache damit zu tun? Vorab: Viel. Sehr viel. Bleiben wir aber noch im Bild oben denn mehrere Gedanken wollten zusammengebunden werden …


1 Kommentar
  1. […] um (damit) Gas zu geben und sinnvolle Stabilitäten, die realistische Führung, ehrliche Kultur und Management by Happiness(mit dem weswegen) bewirken können. Ich komme auch nicht […]

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